Freitag, 30. Dezember 2016

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Studie der Freien Universität und der Universität Utrecht zu versteckten Flüsse im Erdinnern

     Tief im Erdinnern bilden sich einer Studie der Freien Universität Berlin und der Universität Utrecht zufolge Flusssystemen gleichende Strukturen. Die Geowissenschaftler Prof. Dr. Oliver Plümper von der Universität Utrecht und Prof. Dr. Timm John vom Institut für Geologische Wissenschaften der Freien Universität fanden Hinweise, dass Wasser im Erdinneren durch Flusssystem-artige Strukturen fließt und somit die Wasserkreisläufe der Erde in Balance hält. Die Ergebnisse wurden in der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift Nature Geoscience veröffentlicht. An der Studie beteiligt waren auch Forscherinnen und Forscher der Universität Lausanne und der Universität von Genua.

Die Evolution der starken Arme des Maulwurfs – Hox-Gene leisten entwicklungsbiologischen Beitrag

nternationales Forscherteam publiziert, dass Hox-Gene bei der Entwicklung skelettaler Veränderungen beim grabenden Iberischen Maulwurf mitspielen

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Freitag, 23. Dezember 2016

Simon's Cat: Christmas Checklist


 Frohe Weihnachten!

Dienstag, 20. Dezember 2016

Carl Sagan's "The Marriage of Skepticism and Wonder"

Molekulare Uhr: Alter von Vulkaninsel mit Geckos neu bestimmt

     Forscher der Zoologischen Staatssammlung München haben die Besiedlungsgeschichte von Inseln im westlichen Indischen Ozean durch Reptilien untersucht. Durch molekulare Datierung eines Gecko-Stammbaums ("Molekulare Uhr") fanden sie heraus, dass die Vulkaninsel Grand Comoro wahrscheinlich viel älter ist als ihr geologisch bestimmtes Alter. Außerdem stellten sie fest, dass Reptilien ozeanische Inseln viel häufiger besiedelt haben als bisher angenommen wurde und dabei manchmal tausende Kilometer über das Meer gedriftet sind.

Crystal Structure and the Laws of Thermodynamics

The 12 biggest science stories of 2016

Simon's Cat Logic - Why Do Cats Like Hunting?

Freitag, 16. Dezember 2016

Little Box - Simon's Cat

Versteinerter Wasserfloh - Evolution der Kleinkrebsgruppe Cladocera untersucht

Senckenberg-Wissenschaftler haben die Evolutionsgeschichte von „Wasserflöhen“ untersucht. Die Cladocera-Gruppe steht an der Basis der Nahrungspyramide und spielt daher in Ökosystemen eine wichtige Rolle. Aufgrund der schwierigen Fossilerhaltung ist über die Evolution der Wasserflöhe wenig bekannt. In der kürzlich im Fachjournal „Earth-Science Reviews“ erschienenen Studie präsentiert das Wissenschaftlerteam erstmalig eine umfassende Bestandsaufnahme aller Cladocera-Fossilien in einem ökologischen Kontext. Die Wissenschaftler zeigen, dass sich die Morphologie der Tiere in der Erdgeschichte kaum verändert hat; diese aber dennoch extrem anpassungsfähig sind.

Megabeben fördern Methanaustritte am Meeresboden

     Die meisten sehr schweren Erdbeben ereignen sich unterhalb des Meeresbodens. Schon lange wurde vermutet, dass sie dabei Wege für tief im Erdinneren eingeschlossene Gase bis ins Meerwasser bahnen. Mit Beobachtungen vom Maule-Beben in Zentralchile im Jahr 2010, nachträglichen geochemischen Analysen und geophysikalischen Modellierungen konnten Wissenschaftler des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel diesen Zusammenhang jetzt nachweisen. Die Studie ist in der aktuellen Ausgabe der internationalen Fachzeitschrift Geochemistry, Geophysics, Geosystems erschienen.

Donnerstag, 8. Dezember 2016

The Geologists Are Coming! - The Amoeba People

So lassen sich emissionsverfälschte Altersmessungen identifizieren

     Radiokarbonmethode bleibt verlässliches Werkzeug, wenn sie durch 13-C-Messungen ergänzt wird

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Carl Sagan's Pale Blue Dot - The Planetary Post with Robert Picardo

Bergbau der Zukunft: Alternative und nachhaltige Verfahren zur Gewinnung strategischer Metalle

     Heute (30.11.) wurde im Beisein von Stifterin Dr. Erika Krüger und Rektor Prof. Klaus-Dieter Barbknecht im Forschungs- und Lehrbergwerk der TU Bergakademie Freiberg ein neuer Versuchsstand zur biologischen Laugung in Betrieb genommen. Erprobt wird, wie mittels mikrobieller Laugung unter realitätsnahen Bedingungen die in der Hightech-Industrie stark nachgefragten Elemente Indium und Germanium aus dem Erzgestein gewonnen werden können. Die neue Technologie verspricht große wirtschaftliche und umweltschutztechnische Vorteile.

Bed Sheets - Simon's Cat

Eine Warnung von Carl Sagan

 "This combustible mix of ignorance and power sooner or later is going to blow up in our faces.". Carl Sagan hatte schon 1996 die Warnzeichen erkannt. Die Ignoranz, ja die oft zu beobachtende (und in jüngerer Zeit sogar wahlentscheidende" "Elitenfeindlichkeit, unter deren Deckmantel sich schlicht Wissenschaftsfeindlichkeit verbirgt, wird uns eines Tages um die Ohren fliegen, wenn wir nicht aufpassen. Dagegen hilft nur Bildung und Wissen. Nur mit umfassender Bildung und Wissen können wir als demokratische,  Gesellschaft überleben. Ohne Bildung, mit Ignoranz, werden wir zu Spielbällen von jedem, der sich zur Herrschaft über uns berufen fühlt.


Mittwoch, 30. November 2016

Mining for Minerals 1000 Feet Underground

Eine Pflugsohle entsteht

Herausforderungen und Chancen im Rohstoffbereich

     Die weltweit größte Plattform für eine globale strategische Kooperation im Rohstoffbereich geht an den Start. Gemeinsam mit einer Gruppe internationaler Partner arbeitet die Technische Universität Clausthal an der Entwicklung eines Weltforums für Rohstoffe. Der Aufbau dieser Initiative mit dem Namen FORAM wird in den ersten zwei Jahren von der Europäischen Union (EU) aus Mitteln des Programms Horizon 2020 unterstützt.

Klimaschutz: Wie ist das 1,5 Grad-Ziel zu erreichen?

     Das 2015 geschlossene Klimaschutzabkommen von Paris verpflichtet die internationale Gemeinschaft zu ehrgeizigen Zielen: Die globale Erwärmung soll deutlich unter zwei Grad Celsius bleiben und möglichst nur 1,5 Grad Celsius betragen. Wie das ambitionierte Ziel erreicht werden kann, ist jedoch noch unklar. Sogar eine massive Verringerung der weltweiten CO2-Emissionen wird alleine wahrscheinlich nicht mehr ausreichen. Daher wird über Maßnahmen nachgedacht, mit denen CO2 aus der Atmosphäre entfernt werden kann. Doch sind sie wirksam genug? Welche Risiken bergen sie? Darüber diskutierten in der vergangenen Woche 80 Expertinnen und Experten aus ganz Europa und den USA in Kiel.

Mathematische Vorweihnachtszeit: Digitaler Adventskalender öffnet seine Türchen

     Berlin, 29.11.2016: Am 1. Dezember startet die Spielrunde im beliebten Schülerwettbewerb Mathe im Advent. Zum bereits neunten Mal können Schüler_innen der Grund- und Sekundarstufen und Lehrer_innen mit ihren Schulklassen ihr mathematisches Geschick unter Beweis stellen oder neu für sich entdecken. Dafür stehen im Mathe-Adventskalender zweimal 24 Aufgaben rund um die Mathe-Wichtel bereit. Als besonderen Anreiz gibt es viele hochwertige Preise zu gewinnen.

Dienstag, 29. November 2016

Neandertaler: Moderner als gedacht - Urmenschen passten ihre Überlebensstrategien aktiv an

Wissenschaftler des Senckenberg Center for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen haben herausgefunden, dass Neandertaler auch ohne äußere Einflüsse, wie Umwelt- oder Klimaveränderungen ihre Überlebensstrategien variierten. Mit einer neuen Methode zeigen sie anhand von Karbonatisotopie an fossilen Zähnen, dass die Vorfahren der heutigen Menschen vor 250.000 Jahren moderner in ihrer Entwicklung waren als bisher gedacht. Die neuen Ergebnisse sollen dabei helfen, die Entwicklung des modernen Menschen zu verstehen. Die Studie wurde kürzlich im Fachjournal „Quaternary Science Reviews“ veröffentlicht.

Freitag, 25. November 2016

House Displaced by Fault Rupture

Arizona's Jaw-Dropping Mile-Long Meteor Crater

Lakkolithe können auch während eines Vulkanausbruchs entstehen

     Entdeckung von Mainzer Wissenschaftlern ist wichtig für künftige Risikoabschätzungen / Veröffentlichung in Nature Communications

Hoch hinaus: Forscher untersuchen Klima- und Landnutzungswandel am Kilimandscharo

Der Kilimandscharo sticht nicht nur aufgrund seiner Höhe heraus: Knapp 5.900 Meter über dem Meeresspiegel umspannt der höchste Berg Afrikas viele Klimazonen und ist Hotspot biologischer Vielfalt. Immer mehr natürliche Lebensräume werden jedoch in Agrarflächen umgewandelt. In einem Großprojekt untersuchen Deutsche und Schweizer Forschende, welche Folgen dies zusammen mit dem Klimawandel für die biologische Vielfalt und deren Dienstleistungen hat. Das Projekt startet im November in die dritte Phase und wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Die Koordination liegt beim Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum und der Goethe-Universität.

Mittwoch, 23. November 2016

Donald Trump wissenschaftlich geprüft | Harald Lesch

Das "postfaktische Zeitalter" ist auch  anti-wissenschaftlich und anti-aufklärerisch. Dies demonstriert nicht nur der neu gewählte amerikanische Präsident sehr deutlich, entsprechende Beispiele finden wir auch in unserem Land. Man sollte also im kommenden Wahlkampf auch immer ein Auge auf die wissenschaftlich relevanten Aussagen haben. Harald Lesch hat sich mal einige Aussagen des neu gewählten amerikanischen Präsidenten vorgenommen. Erhellend!

GEOMAR WissenSchaffen: Ozeanversauerung: Das andere CO2 Problem, Prof. Dr. Ulf Riebesell

Zyklische Veränderung von Magma liefert Indizien für Gefährlichkeit eines Vulkanausbruchs

Studie ermittelt Zusammenhang zwischen zyklischen Schwankungen bei Magmatemperatur und -wassergehalt und der Explosivität eines Vulkans

M7.8 Kaikoura Earthquake computer simulation

Montag, 21. November 2016

Papatea Fault and Raised Coast

Saurier-Forscher: Das Zwerchfell ist viel älter als gedacht

     Das Zwerchfell ist eine Besonderheit der Säugetiere und unser wichtigster Atemmuskel. Wissenschaftler der Universität Bonn und des Forschungsmuseums Alexander Koenig untersuchten die Atmung der fossilen Caseiden und kamen zu der überraschenden Erkenntnis, dass das Zwerchfell rund 50 Millionen Jahre früher entstand als bislang angenommen. Die Ergebnisse sind nun in den „Annals of the New York Academy of Sciences“ veröffentlicht.

GeoGirls: Five days of discovery at Mount St. Helens

Drone video of the Kekerengu Fault rupture

Papatea Fault Flyover

Mittwoch, 16. November 2016

Große Windparks bremsen den Wind und senken die Energieeffizienz

     Windenergie trägt maßgeblich zum steigenden Anteil kostengünstiger, erneuerbarer Energie bei. Aber kann sich dieser Trend über die nächsten Jahrzehnte weiter so fortsetzen? Eine neue Studie von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena, gerade erschienen in den Proceedings of the National Academy of Sciences, USA, senkt diese Erwartung für die großflächige Energiegewinnung mit Windparks erheblich.

Kakadus als Werkzeughersteller

Kristallwachstum

Crystal Birth from Emanuele Fornasier on Vimeo.

Dienstag, 15. November 2016

"Ava"—Reconstructing a New Dinosaur

Einkristallsynthese: kostengünstig und einfach in heißer Luft

     Physiker der Universität Augsburg berichten mit Kollegen aus Oxford in Nature Scientific Reports über eine neue Methode zur Herstellung Lithium-basierter Übergangsmetalloxid-Kristalle.

Montag, 14. November 2016

Altbergbau: Ziel ist es, mehr in Risikomanagement und Prävention zu investieren

     Goslar. Was kommt, wenn der Bergmann geht? In Deutschland gibt es weit mehr als 100.000 bergbauliche Hinterlassenschaften, allein im Harz sind es 2700 alte Schächte und Stollen. Die Gefahren, die davon ausgehen, nehmen zu. Deshalb soll mehr in die Sicherung der Tagesöffnungen investiert werden. Darin waren sich die mehr als 400 Teilnehmenden des 16. Altbergbau-Kolloquiums, das bis zum 12. November in Goslar stattfindet, einig. Ausgerichtet wird diese größte Tagung ihrer Art in Mitteleuropa von der TU Clausthal.

Freitag, 11. November 2016

Schwindendes Eis lässt die Alpen wachsen

     Das Gebirgsmassiv der Alpen hebt sich stetig und „wächst“ pro Jahr um etwa ein bis zwei Millimeter. Auch Teile Skandinaviens und Nordamerikas heben sich heute. Der Grund: Vor etwa 18.000 Jahren schmolzen die eiszeitlichen Gletscher und entlasteten die Erdkruste. Lange Zeit bezweifelte man, dass das Abschmelzen der alpinen Eiskappe eine bedeutende Ursache für die heutige Anhebung der Alpen sein könnte. Ein internationales Team unter Beteiligung des GFZ-Wissenschaftlers Dirk Scherler und der GFZ-Wissenschaftlerin Taylor Schildgen zeigt aber, dass das verschwindende Eis für etwa 90 Prozent der heutigen Hebung verantwortlich ist.

Exotische Eigenschaft von Salzlösungen: Neue Erkenntnis hilft bei Untersuchung von Eiswelten im All

ine Salzlösung unter Extrem-Druck verhält sich unerwartet. Das haben Forscher in den Laboren des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ herausgefunden. Ab etwa 0,2 Gigapascal, das entspricht ungefähr dem zweitausendfachen Luftdruck auf der Erdoberfläche, trennte sich gelöstes Magnesiumsulfat weniger als erwartet in Magnesium- und Sulfat-Ionen, und ab etwa einem halben Gigapascal stieg sogar der Anteil an Ionenpaaren mit dem Druck. Der Effekt komme auf der Erde nicht vor, sei aber "relevant für andere Himmelskörper, auf und in denen tiefe Ozeane vorkommen“, erläutert Christian Schmidt vom GFZ die Besonderheit der Ergebnisse.

Wandel regional spürbar: Erster umfangreicher Klimabericht für die Nordseeregion erschienen

     Wie viele küstennahe Gebiete ist auch der gesamte Nordseeraum vom Klimawandel betroffen. Anpassungsmaßnahmen benötigen eine fundierte wissenschaftliche Grundlage. Der Nordseeklimabericht „North Sea Region Climate Chance Assessment (NOSCCA)“, koordiniert vom Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG), stellt den aktuellen Wissensstand nun erstmalig in seiner Gesamtheit ausführlich vor und zeigt, wie sich die einzelnen Regionen rund um die Nordsee aufgrund des Klimawandels zukünftig verändern könnten. Demnach erwarten die Wissenschaftler bis zum Ende des Jahrhunderts einen Anstieg der durchschnittlichen Lufttemperatur im Nordseeraum um bis zu 3,2 Grad Celsius.

Mittwoch, 9. November 2016

Tsunamigefahr durch Inselvulkane - Kieler Meeresforscher untersuchen Vulkankomplex im Westpazifik

     Durch Rutschungen an Vulkaninseln können zerstörerische Tsunamis ausgelöst werden. Im Rahmen einer mehrwöchigen Expedition wollen Kieler Meeresforscher unter der Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel mit dem deutschen Forschungsschiff SONNE das Auseinanderbrechen der Ritter Insel in der ehemaligen deutschen Kolonie Neupommern im Westpazifik untersuchen.

Noch vor 160 Millionen Jahren hatten Schildkröten Zähne

     Ein internationales Forscherteam entdeckt Zahnreste bei einer ausgestorbenen Art aus der Fundstätte Wucaiwan in China und rekonstruiert die Verbreitungsgeschichte der Reptiliengruppe

Dienstag, 8. November 2016

Ein Albtraum für Leguane

Das Leben an Land ist 300 Millionen Jahre älter als gedacht

     Das Leben auf der Erde hat den Sprung an Land bereits vor mindestens 3,2 Milliarden Jahren vollzogen, also 300 Millionen Jahre früher als bisher angenommen. Das legt eine Studie von Wissenschaftlern aus Berlin, Potsdam und Jena nahe, die kürzlich im Fachjournal “Geology” erschienen ist. Das Team um Sami Nabhan von der Freien Universität Berlin hat uralte Gesteinsformationen in Südafrika untersucht. An der Studie war Michael Wiedenbeck vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ beteiligt.

Sonntag, 6. November 2016

Dinosaurier: Je veganer, desto größer?

     Wer sich ausschließlich von Pflanzen ernährt, braucht einen größeren Magen als Fleischfresser, weil sich die faserreiche Nahrung nur schwer verdauen lässt. Diese Regel wurde bislang für Wirbeltiere angenommen. Doch die Studie eines internationalen Forscherteams unter Beteiligung der Universität Bonn zeigt: Der Lehrsatz lässt sich nur auf Säugetiere anwenden. Dinosaurier folgen dagegen ihren eigenen Regeln. Die Ergebnisse sind nun im „Journal of Anatomy” veröffentlicht.

Montag, 31. Oktober 2016

Sand- oder Marmorkuchen? - Neue Einblicke zum Plattenrecycling der Erde

     Wie lange gibt es schon Plattentektonik auf unserem Planeten? Was geschieht mit dem alten Meeresboden während des Recyclingprozesses in den sogenannten Subduktionszonen? Durch Proben, die auf einer Insel im Pazifischen Ozean gewonnen wurden, konnte ein internationales Wissenschaftlerteam nun Antworten auf diese Fragen geben. Die Ergebnisse der Studie ist in den Proceedings of the National Academy of Sciences erschienen.

Freitag, 28. Oktober 2016

Leben unter Extrembedingungen oder: Ist Leben auf dem Mars möglich?

     Mikrobiologen der Universität Regensburg erforschen besondere Mikroorganismen.

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Mofetten am Laacher See

Lange gesucht - endlich gefunden: Die rostfressende Mikrobe

     Schon lange hegten Mikrobiologen den Verdacht, dass es diesen kleinen Gesellen geben muss. Doch gefunden haben sie ihn nicht – bis jetzt: Die Mikrobe, die sowohl Methan als auch Eisen “frisst”. Forscher vom Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie und der niederländischen Radboud Universität haben nun einen Mikroorganismus entdeckt, der die Reduktion von Eisen mit der Oxidation von Methan verbindet. Er könnte dadurch eine bedeutende Rolle für die weltweiten Emissionen dieses starken Treibhausgases spielen.

Dienstag, 25. Oktober 2016

Montag, 24. Oktober 2016

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Bergbaukultur am Oberrhein

     Neues Projekt erhält mehr als 1,8 Millionen Euro aus dem INTERREG-Programm der Europäischen Union

Rede von Norbert Lammert am Tag der Deutschen Einheit 3.10.2016

Mittwoch, 5. Oktober 2016

„Blind Dates“ in der Bernsteinwelt

orscher der Uni Bonn entdecken an einer 54 Millionen Jahre alten Gnitze eine ungewöhnliche Lockstoffstruktur. Gemeinsam mit einem WIssenschaftler des Zoologischen Forschungsinstituts - Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere in Bonn wurde das Fossil digital rekonstruiert. Damit zeigt sich, dass schon damals eine Partnerfindungsstrategie auf olfaktorischem Weg möglicherweise auch ohne Einsatz des visuellen Sinns stattfinden konnte, was den Tieren erlaubte, sich quasi "blind" auf den Parfumcocktail der Paarungspartner zu verlassen.

Freitag, 30. September 2016

Mittwoch, 28. September 2016

Kristalle für die Energieumwandlung

     Sind die Atome der Kristalle speziell angeordnet, ermöglichen sie die Umwandlung von mechanischer Energie in elektrische. Kristalle kommen in der Natur niemals vollständig rein vor und weisen Kristalldefekte auf. Der Einfluss atomarer Kristallbaufehler auf die mechanischen Eigenschaften dieser so genannten piezoelektrischen Materialien war bisher wenig untersucht. Nun hat dies ein internationales Forscherteam mit Beteiligung der Universität Göttingen, des Indian Institute of Science, Bangalore, der Pennsylvania State University in Philadelphia sowie der Wright State University in Dayton erforscht. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Nano Letters erschienen.

Rapide Klimaerwärmung vor 55 Millionen Jahren

     Vor 55 Millionen Jahren erlebte die Erde innerhalb weniger tausend Jahre einen massiven Temperaturanstieg. Die Ursachen für dieses sogenannte Paläozän/Eozän-Temperaturmaximum (PETM) sind bis heute rätselhaft. Ein internationales Forscherteam unter Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel hat im Golf von Kalifornien Hinweise darauf gefunden, dass starker Vulkanismus am Boden des noch jungen Atlantiks zu den Ursachen gezählt haben könnte. Die Studie ist in der Septemberausgabe der internationalen Fachzeitschrift Geology erschienen.

Dienstag, 27. September 2016

Freitag, 23. September 2016

Grönlands verliert mehr Eis als gedacht

     Der Eismassenverlust Grönlands ist größer als angenommen. Das zeigt eine Studie eines Teams von Forscherinnen und Forschern, an der auch Kevin Fleming vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ und Ingo Sasgen vom Alfred-Wegner-Institut Bremerhaven beteiligt waren. Die Veröffentlichung in SCIENCE Advances belegt, dass bei der Bestimmung der Eismassenbilanz Grönlands mit der Satellitenmission GRACE die so genannte viskoelastische Hebung der Erdkruste nicht korrekt modelliert und abgezogen wurde. Damit steigt der Wert für die Eisverluste von 253 auf 272 Milliarden Tonnen pro Jahr (von 2004 bis 2015).

Montag, 19. September 2016

Freitag, 16. September 2016

The geological history - EGU GIFT2015

Mineral deposits - EGU GIFT2015

Role of organic geochemistry in mineral deposits - EGU GIFT2015

Mineral raw materials - EGU GIFT2015

Impact craters on Earth and in the Solar System by Christian Koeber - EGU GIFT2016

Der Truthahn unter den Dinos

Ein internationales Team um den Senckenberg-Wissenschaftler Dr. Gerald Mayr hat die Weichteilstrukturen des kreidezeitlichen Dinosauriers Psittacosaurus untersucht. Mittels einer neuen Technik konnten die Forscher bisher unbekannte Details der Schwanzborsten dieses kleinen Dinosauriers beschreiben. Erstmalig werden diese Hautstrukturen mit dem Truthahn-„Bart“ und anderen borstenartigen Bildungen heutiger Vögel verglichen und als evolutionäre Vorgänger moderner Federn identifiziert. Außerdem zeigen die Wissenschaftler, dass die Oberseite des Dinosauriers dunkler gefärbt war, als dessen Unterseite und interpretieren dies als Tarnfärbung in geschlossenen Habitaten.

Donnerstag, 15. September 2016

Giant algal bloom sheds light on formation of White Cliffs of Dover

Jungsteinzeitliche Himmelsbeobachtung: Ausgrabung von Kultanlage bei Quedlinburg abgeschlossen

     Durch mehrjährige Ausgrabungen konnten Archäologen der Freien Universität Berlin in Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt zeigen, dass eine kreisförmige Kultanlage mit einem Durchmesser von 98 Metern aus der frühen Jungsteinzeit (ca. 4800 v. Chr.) in der Nähe von Quedlinburg vermutlich der Himmelsbeobachtung diente. Die Ergebnisse des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts „Gebautes Wissen“ wurden am heutigen 14. September am Ausgrabungsort vorgestellt.

Montag, 12. September 2016

Quantifizierung der chemischen Effekte von Luftschadstoffen auf die menschliche Gesundheit

     Forscher entwickeln ein Modell, das die chemische Exposition-Wirkungsbeziehung zwischen Luftschadstoffen und reaktiven Sauerstoffverbindungen in der Oberflächenflüssigkeit der Atemwege liefert.

Eyjafjallajokull - A Geography Case Study

Dienstag, 6. September 2016

Schlechter Stand: Fossile Vögel in Messel - Vogelfüße bezeugen Krokodilangriffe vor 47 Mill. Jahren

Senckenberg-Ornithologe Dr. Gerald Mayr hat bisher unbeschriebene fossile Vogelfüße aus dem UNESCO Weltnaturerbe Grube Messel untersucht. In der kürzlich im Senckenberg-Fachjournal „Palaeobiodiversity and Palaeoenvironments“ erschienenen Studie zeigt er, dass die Vögel wahrscheinlich durch Krokodilangriffe ums Leben kamen. Zudem belegen die fossilen Bein- und Fußknochen, dass die Vogelfauna Messels vor 48 Millionen Jahren artenreicher war, als bisher vermutet.

Nützlinge hier - Schädlinge dort: Europäische Regenwürmer verringern Artenvielfalt in Nordamerika

     Europäische Regenwürmer sind dafür verantwortlich, dass die Artenvielfalt in nordamerikanischen Wäldern zurückgeht. Diesen generellen Zusammenhang konnten jetzt erstmals Wissenschaftler vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und der Universität Leipzig nachweisen. Die eingeschleppten Würmer breiten sich invasionsartig in den Wäldern Nordamerikas aus. Mit fatalen Folgen, wie die Forscher in der Fachzeitschrift Global Change Biology berichten, denn die Vegetation am Waldboden verändert sich massiv: Die Artenvielfalt der einheimischen Pflanzen nimmt ab, die Anzahl nicht-einheimischer (exotischer) Pflanzen hingegen zu, außerdem wachsen am Waldboden mehr Gräser.

Freitag, 2. September 2016

1600 Meter unter dem Meer

     Unterwasservulkane spucken eine 300 Grad Celsius heiße Flüssigkeit aus, es wimmelt vor Leben und vor wertvollen Erzen ¬mit Kupfer, Gold oder Zink: Für Andrea Koschinsky ist der Kermadec-Bogen, eine Unterwassergebirgskette nördlich von Neuseeland, eine der spannendsten Regionen der Erde. Ende des Jahres bricht die Professorin für Geochemie an der Jacobs University erneut in den Pazifik auf, als Leiterin eines interdisziplinären Forschungsvorhabens.

Trash Cat - Simon's Cat

Donnerstag, 1. September 2016

Dienstag, 30. August 2016

Mittwoch, 24. August 2016

Erdbeben in Italien

     Der Geophysiker Stefan Hergarten über die Ursachen der Erdkrusten-Erschütterung und die Gefährdung in Italien

Proxima b: an Earth-like planet on our cosmic doorstep

Dienstag, 23. August 2016

Polarisatinsmikroskopie im Museumsbereich?

In welcher Form kann man Polarisationsmikroskopie im Museumsbereich zur Manipulation durch die Besucher zum Einsatz bringen? Diese Frage erreichte mich jüngst über die Diskussionsliste der DMG. Mich würde mal interessieren, ob es da entsprechende Erfahrungen gibt.

Montag, 22. August 2016

Klimaforschung: Neues Klimamodell berücksichtigt Einfluss von Ackerpflanzen

     Klimaforscher der Universität Hohenheim entwickeln ein Computermodell, das präzisere regionale Klimaprojektionen ermöglichen soll. Ein Werkstattbericht.

Vielfalt von Lebensräumen an natürlichen Ölaustritten

     Im südlichen Golf von Mexiko erkundet Forscherteam unwirtliche Umgebung am Meeresboden

Sonntag, 21. August 2016

Kölner Wissenschaftlerin erforscht den Zusammenhang von Erosion und Tektonik im Himalaya

     Das Erscheinungsbild der Landschaft wird geprägt von einer Interaktion zwischen Klima, sogenannten Oberflächenprozessen – etwa Erdrutschen oder Flusserosion – und der Tektonik. In einigen Regionen der Erde sind diese Oberflächenprozesse so stark, dass Forscher/innen sogar annahmen, sie könnten die Entwicklung der Tektonik beeinflussen. Eine internationale Gruppe von Wissenschaftler/innen um die Kölner Geographin Dr. Georgina King konnte das nun mit einer neuen Methode im östlichen Himalaya widerlegen. Die Ergebnisse der Studie „Northward migration of the eastern Himalayan syntaxis revealed by OSL-thermochronometry“ erscheinen am 19. August 2016 in der renommierten Zeitschrift Science.

Dienstag, 16. August 2016

Mittwoch, 27. Juli 2016

Neue Erkenntnisse zu Bridgmanit, einem Hauptbestandteil unseres Planeten

     Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Leonid Dubrovinsky an der Universität Bayreuth zeigt in einer neuen, in 'Science Advances' veröffentlichten Studie: Eisen hat eine stabilisierende Wirkung auf die Kristallstruktur von Bridgmanit und somit auf den Erdmantel. Ein erstmals im Labor hergestellter Eisen-Bridgmanit liefert einen neuen Erklärungsansatz für die Ausbreitung von Erdbebenwellen.

New study reveals where MH370 debris more likely to be found

     A team of researchers in Italy has used the location of confirmed debris from MH370 to determine where the airliner might have crashed, and where further debris could be found. The study is published today (27 July) in Natural Hazards and Earth System Sciences, an open access journal of the European Geosciences Union (EGU).


Dienstag, 26. Juli 2016

Farewell, Philae!

Montag, 25. Juli 2016

Tiefseebergbau: Forscher fordern mehr Schutzgebiete

     - Wissenschaftler aus Kiel und Bremen informieren Internationale Meeresbodenbehörde -

In den vergangenen zwei Wochen diskutierten Vertragspartner der Internationalen Meeresbodenbehörde (ISA) in Kingston (Jamaika) Regeln für einen möglichen Bergbau in der Tiefsee. Wissenschaftler des am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel koordinierten Projekts „JPIO MiningImpact“ stellten dabei Forschungsergebnisse von mehreren Expeditionen zu den Manganknollenfeldern im Pazifik vor. Basierend auf ihren Erkenntnissen empfehlen sie mehr Schutzgebiete und eine gute Überwachung möglicher industrieller Aktivitäten am Meeresboden.

Freitag, 22. Juli 2016

Space in 4k

Donnerstag, 21. Juli 2016

Researchers find wildfire signatures in cave formations for the first time

     When mineral-rich water drips from a cave’s ceiling over centuries and millennia, it forms rocky cones that hold clues to the Earth’s past climate. Now, researchers in Australia and the UK have found that these structures can also help trace past wildfires that burned above the cave. Their research is published today (21 July) in Hydrology and Earth System Sciences, an open access journal of the European Geosciences Union (EGU).

What's the Big Idea? — Creating Cleaner Energy from Coal

Viking at 40: Future of Mars Exploration Panel

Kieler Woche Vorträge 2016 - Was hat der Ozean mit dem Ozonloch zu tun?

Kieler Woche Vorträge - Ökologische Auswirkungen von Tiefseebergbau

Kieler Woche Vorträge 2016 - Seamounts: Feuerberge auf dem Meeresboden

Die #Rettungsgasse rettet Leben!

Simon's Cat Logic - How Do Cats Stay So Clean!?

Mittwoch, 20. Juli 2016

Nachwirkung von Starkregen und Sturm: Klimawandel wird in Hamburg wieder bedrohlicher wahrgenommen

Bereits zum neunten Mal haben Wissenschaftler des Instituts für Küstenforschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht die Wahrnehmung des Klimawandels und dessen mögliche Folgen ermittelt. Die Telefonumfrage wurde durch das Meinungsforschungsinstitut forsa unter 500 Hamburger Bürgerinnen und Bürgern durchgeführt. Ein Ergebnis: Aufgrund persönlicher Erfahrungen mit Extremwetterereignissen und durch Medien-Berichterstattung fühlen sich wieder mehr Hamburger von Naturkatastrophen und Klimawandel bedroht.

20. Juli 1969, Apollo 11

One Year on Earth – Seen From 1 Million Miles

Dienstag, 19. Juli 2016

Klimawandel: Hochwasser könnten noch größere Schäden verursachen als gedacht

     Schäden durch Hochwasser nehmen in Deutschland mit dem Klimawandel voraussichtlich zu, wie eine neue Studie zeigt. In der Vergangenheit haben Überschwemmungen an der Elbe und ähnliche Extremereignisse bereits gezeigt, welche verheerenden Schäden entstehen können, wenn in Verbindung mit bestimmten Wetterlagen heftiger und lang anhaltender Regen nicht mehr vom Boden aufgenommen werden kann und die Pegel der Flüsse ansteigen. Ohne entsprechende Anpassungsmaßnahmen könnten sich in Deutschland die jährlichen Schadenskosten von derzeit etwa 500 Millionen Euro künftig vervielfachen, zeigt die umfassende Analyse der Fachleute im Journal Natural Hazards and Earth System Sciences.

Wie das Schmelzwasser der Eisschilde das Klima durcheinanderbrachte

     Wie heute das Grönlandeis, so schmolz am Ende der letzten Eiszeit vor 10.000 Jahren ein großer Eispanzer in Nordamerika. Sein Schmelzwasser hat das Klima in Nordwest-Europa und Nordwestafrika tiefgreifend beeinflusst. Der zuvor entgegengesetzte Zusammenhang zwischen den Niederschlagsmengen in Nordwestafrika und Nordwesteuropa kehrte sich um. Ob und wie das Schmelzen des Grönlandeises unser Klima verändern wird, simulierten internationale Forscher. Sie nutzten dafür Tropfsteine aus Höhlen als Klimatagebücher der Vergangenheit.

Enorme Zeitspanne zwischen Gebirgshebung und Erosion

     Ein einzigartiger Nachweis von Erosionsraten über eine Zeitspanne von acht Millionen Jahren zeigt, dass zwischen der tektonischen Hebung und der Abtragung von Gebirgen sehr lange Zeit vergehen kann. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung eines internationalen Teams von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in den argentinischen Anden. Der Studie zufolge lag das Maximum der Hebung durch tektonische Verkürzung und damit der Gebirgsbildung in der Region zwischen zwölf und neun Millionen Jahren vor heute. Die höchsten Erosionsraten dagegen gab es vor rund sieben Millionen Jahren, also mit einer zeitlichen Verzögerung von zwei Millionen Jahren.


Knochenfisch aus dem Trias entdeckt

     Eine Studie über 240 Millionen Jahre alte Fischfossilien vom Monte San Giorgio gibt Hinweise darauf, wie rasch sich die Lebenswelt nach dem größten Artensterben erholt hat.

40 Jahre Viking

Vor 40 Jahren, am 20. Juli 1976 landete die Sonde Viking 1 auf dem Mars


Montag, 18. Juli 2016

Tauziehen der Kontinente – bis der Strick reißt

     Auseinanderbrechen von Kontinenten mit zwei Geschwindigkeitsphasen:
Kontinente dehnen sich an den Bruchstellen zunächst langsam, bewegen sich dann aber bei Einsetzen des Zerreißens sehr schnell auseinander. Dabei kann die Geschwindigkeit bis zu 20-fach schneller sein als in der ersten, langsamen Dehnungsphase.



Donnerstag, 14. Juli 2016

Laser Toy - Simon's Cat

Mittwoch, 13. Juli 2016

Saturn's Unique Hexagon

Neue Hinweise auf hohes Erdbebenrisiko für Istanbul

     Die Beobachtung von Erdplattenbewegungen unter Wasser war bisher kaum möglich, da Satellitennavigation dort nicht funktioniert. Neuartige Vermessungs-Systeme, die auf Abstandsmessung per Schall basieren, sollen diese Forschungslücke schließen. Geophysiker des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel betreiben zusammen mit französischen Kollegen ein solches geodätisches Messnetz im Marmarameer. Jetzt veröffentlicht das Team erste Daten in der internationalen Fachzeitschrift Geophysical Research Letters. Sie bestätigen ein hohes Erdbebenrisiko für die Millionenstadt Istanbul.

Montag, 4. Juli 2016

Wie das Klimagas Kohlendioxid zum Rohstoff wird

     Forscher haben einen Katalysator entdeckt, der das Klimagas Kohlendioxid hochselektiv in Ethylen umwandelt – einen wichtigen Ausgangsstoff für die chemische Industrie. In der Zeitschrift „Nature Communications“ beschreibt ein Team um Prof. Dr. Beatriz Roldan Cuenya von der Ruhr-Universität Bochum, wie plasmabehandeltes Kupfer diese Aufgabe verrichten kann. Die Wissenschaftler entschlüsselten auch den Mechanismus, der der erfolgreichen Plasmabehandlung zugrunde liegt.

Donnerstag, 30. Juni 2016

Plattentektonik ohne Ruckeln

     AWI-Forscher zeichnen erstmals detailliert Erdbeben an ultralangsamen mittelozeanischen Rücken auf


Mittwoch, 29. Juni 2016

Globale Erwärmung vor 56 Millionen Jahren durch Freisetzung von Methan?

     Vor 56 Millionen Jahren hat sich das Erdklima um etwa 5 bis 8 Grad Celsius erwärmt. Als Ursache für diesen abrupten Klimawechsel wird die Freisetzung großer Mengen von Treibhausgasen diskutiert. Ob es sich dabei um erhöhte Emissionen von Kohlendioxid oder von Methan in die Atmosphäre handelte, konnte bisher nicht eindeutig geklärt werden. Die Göttinger Geowissenschaftler Prof. Dr. Andreas Pack und Dr. Alexander Gehler haben eine neue Methode entwickelt, die Konzentrationen von atmosphärischem Kohlendioxid anhand von fossilen Zähnen zu rekonstruieren. Weil sie damit keine erhöhten Werte nachweisen konnten, halten sie Methan-Emissionen als Ursache für den Klimawechsel für wahrscheinlich.

Molekulares Paläothermometer auf dem Prüfstand

     Ein Team aus Forschenden der Universität Bremen und der Harvard Universität findet Zusammenhang zwischen Atmungsaktivität und Bildung von molekularen Biomarkern zur Klimarekonstruktion

Montag, 27. Juni 2016

Insekten tarnten sich schon vor 100 Millionen Jahren

     Wer zu einem Maskenball geht, schlüpft bewusst in eine andere Rolle, um nicht so schnell erkannt zu werden. Ganz ähnlich machten es bereits Insektenlarven in der Kreidezeit: Sie hüllten sich in Pflanzenstückchen, Sandkörner oder die Überbleibsel ihrer Beute, um etwa für Fressfeinde unsichtbar zu sein. Ein internationales Forscherteam hat nun unter Beteiligung der Universität Bonn solche in Bernstein verewigte „Tarnkappen“ untersucht. Die maßgeschneiderten „Kostüme“ lassen auch Rückschlüsse auf den damaligen Lebensraum zu. Die Ergebnisse sind nun im Fachjournal „Science Advances” veröffentlicht.

Talk aus dem Labor

     Synthetischer Nanotalk hat einzigartige Eigenschaften und kann in wenigen Sekunden produziert werden

Donnerstag, 23. Juni 2016

Moderne Bildtechnologien enthüllen ungewöhnliche Zähne im Gaumen eines uralten Säugetierverwandten

     Die Untersuchung eines entfernten Säugetierverwandten aus dem Perm (Erdaltertum) durch ein internationales Team von Wissenschaftlern am Museum für Naturkunde Berlin, der University of Toronto Mississauga, und der European Synchrotron Radiation Facility in Grenoble enthüllt versteckte Merkmale im Schädel, insbesondere ein sehr dichtes Feld von außergewöhnlich großen Fangzähnen im Gaumen.

Dienstag, 21. Juni 2016

Hauchdünne Scheiben aus Diamant geben Einblick in geologische Prozesse

     Dank einer neuen Untersuchungsmethode ist es gelungen, den ersten direkten Nachweis für einen bestimmten Entstehungsprozess von Diamanten zu führen. Demnach entstehen Diamanten auch durch „Redox-Gefrieren“: ein Prozess, bei dem Kohlenstoff im Erdmantel zu Diamant kristallisiert. Dorrit E. Jacob hat mit einer Kollegin und einem Kollegen von der australischen Macquarie University und der University of Sydney eine Arbeit in Nature Communications veröffentlicht. Die Proben für die Untersuchungen hat Anja Schreiber vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ auf entscheidende Weise präpariert.

Bedingungen für das Leben auf Ozean-Planeten

     Forscher aus Belgien, Österreich, Frankreich, Berlin und Bremen haben eine Studie veröffentlicht, in der untersucht wurde, unter welchen Bedingungen Leben auf Ozean-Planeten – also Planeten mit einer Wasseroberfläche – entstehen kann.

Signifikanter Humusverlust in Wäldern der Bayerischen Alpen

     Wenn Wetterphänomene wie Trockenheit oder Starkregen weiter zunehmen, sind die Wälder der Alpen in Gefahr. Denn eine Studie der Technischen Universität München (TUM) weist einen signifikanten Humusverlust im Bergwald der Bayerischen Alpen innerhalb von drei Jahrzehnten nach. Die Studienautoren empfehlen den Bodenhumus trotz Klimawandels durch humusförderndes Waldmanagement zu bewahren oder idealerweise zu steigern, um die Schutzfunktion des Gebirgswalds zu erhalten und Hochwasser abzumildern.

Montag, 20. Juni 2016

Beate-Mocek-Preis für junge Mineraloginnen

Am 30. Juni läuft die Bewerbungsfrist für den Beate-Mocek-Preis für die Förderung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses auf dem Gebiet der Mineralogie, insbesondere in den Bereichen Petrologie und Geochemie ab.

http://www.dmg-home.org/dmg-home/ehrungen-preise/beate-mocek-preis/

http://www.dmg-home.org/fileadmin/user_upload/Statuten/Statuten-B-Mocek-Preis.pdf

Freitag, 17. Juni 2016

Donnerstag, 16. Juni 2016

Mittwoch, 15. Juni 2016

Science and Europe


Donnerstag, 9. Juni 2016

Wie sich Seelilien vor 450 Millionen Jahren ernährten

     Computersimulationen ermöglichen Einblick in das komplexe Fressverhalten der Crinoiden, filtrierende Organismen aus der Triaszeit

"Science is more than a body of knowledge, it's a way of thinking." Carl Sagan

Mitschnitt der GeoShow "unterirdisch" am 3. Juni 2016 in Bonn

Dienstag, 7. Juni 2016

Donnerstag, 26. Mai 2016

Donnerstag, 19. Mai 2016

Mehr als 20 Jahre nach dem „Waldsterben“: Haben sich Wälder und Waldböden erholt?

     Ergebnisse der zweiten Bodenzustandserhebung vorgestellt

Wie ist der Zustand unserer Waldböden, wie hat er sich in den letzten 20 Jahren verändert und in welchen Zusammenhang steht er mit dem Kronenzustand oder der Waldernährung? Hat die Diskussion um den „Sauren Regen“ und das „Waldsterben“ etwas bewirkt? Antworten darauf gibt die bundesweite Bodenzustandserhebung im Wald, ein Gemeinschaftswerk des Bundes und der Länder, die vom Thünen-Institut für Waldökosysteme koordiniert wurde. Am 18./19. Mai 2016 haben die Experten wesentliche Ergebnisse auf einer Tagung in Berlin vorgestellt.

Simon's Cat Logic - Why Do Cats Love Boxes?!

Mittwoch, 18. Mai 2016

In Vulkanasche verewigt / Menschliche Fußspuren in West-Türkei 11.000 Jahre alt

     Menschliche Fußabdrücke, konserviert in Vulkanasche, wurden 1969 in der West-Türkei gefunden. Ihr Alter wurde seither diskutiert. Eine Studie unter Federführung von Wissenschaftlern der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster belegt nun: Die Fußabdrücke sind etwa 11.000 Jahre alt.

Dienstag, 17. Mai 2016

Die Sulfatbelastung der Spree – Ursachen, Wirkungen und aktuelle Erkenntnisse

     IGB veröffentlicht frei zugängliches Dossier mit allgemeinverständlichem Überblick
Vermehrt strömt Sulfat über das Grundwasser und die Nebenflüsse in die Spree. Dieses Phänomen ist Gegenstand intensiver öffentlicher Debatten, in denen mitunter wissenschaftlich begründete Argumente fehlen. Das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) hat daher ein kostenloses und frei zugängliches Dossier erstellt, das die Ursachen, Wirkungen und aktuellen Erkenntnisse der Sulfatbelastung allgemeinverständlich für die Öffentlichkeit zusammenfasst.

Tropische Sekundärwälder können unerwartet große Mengen CO2 aufnehmen.

Durch Waldrodung in den Tropen werden große Mengen Kohlendioxid freigesetzt. Wenn die gerodeten Flächen regenerieren und Sekundärwalder nachwachsen, binden diese erneut CO2. Eine Gruppe Wissenschaftler, zu der auch Dylan Craven vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) gehört, konnte jetzt in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Science Advances für lateinamerikanische Wälder zeigen, dass dieses CO2-Bindungspotential erstaunlich hoch ist.

Freitag, 13. Mai 2016

Donnerstag, 12. Mai 2016

Mittwoch, 11. Mai 2016

Dienstag, 10. Mai 2016

Neues Eiszeit-Wissen: Pazifik speicherte das Treibhausgas Kohlendioxid in Tausenden Metern Tiefe

     Ein internationales Forscherteam unter Leitung von Wissenschaftlern des Alfred-Wegener-Institutes hat neue Erkenntnisse zum Kohlendioxid-Austausch zwischen Ozean und Atmosphäre gewonnen und trägt damit dazu bei, eines der großen wissenschaftlichen Rätsel der Eiszeiten zu lösen.

Fließverhalten von Pāhoehoe-Lava

Transit of Mercury seen by Proba-2

Dienstag, 3. Mai 2016

Paläobiologie - Die Evolution der Entwicklung

     Wie entwickelten sich die frühesten Vorfahren von Spinnen und Skorpionen? LMU-Forscher zeigen an 520 Millionen Jahre alten Versteinerungen, dass die Larven-Stadien denen von Krebs-Vorläufern ähnelten – ein erstaunliches Detail im Evolutionspuzzle.

Montag, 2. Mai 2016

Europäer mischten sich am Ende der Eiszeit mit Einwanderern aus dem Nahen Osten

     Forscher schreiben die genetische Geschichte der Menschen in Europa neu – auch mithilfe von Proben aus den Höhlen der Schwäbischen Alb

Donnerstag, 28. April 2016

Neandertaler und moderne Menschen setzten auf unterschiedliche Ernährungsstrategien

     Tübinger Forscherin schließt anhand der Zahnabnutzung auf unterschiedliche Verhaltensweisen der beiden Menschenarten

Masaya volcano lava lake. Timelapse, HD, 4K, Slow Motion video

Montag, 25. April 2016

Mittwoch, 20. April 2016

Auswirkungen von Bewässerungslandwirtschaft auf das Klima

     Forscher des Max-Planck-Instituts für Meteorologie (MPI-M) zeigen in einer neuen Studie, dass künstliche Bewässerung nicht nur lokale Auswirkungen auf das Klima hat, sondern auch entfernt liegende Regionen beeinflusst. Ihre Ergebnisse wurden gerade in Geophysical Research Letters veröffentlicht.

Erdkabel und Freileitungen - Auswirkungen auf das Schutzgut Boden



Vortrag von Dr. Norbert Feldwisch, Ingenieurbüro Feldwisch, Bergisch Gladbach, Vizepräsident des Bundesverband Boden e.V., Bad Essen, gehalten am 14. April 2016 im DBU-Zentrum für Umweltkommunikation/Osnabrück

Dienstag, 19. April 2016

Zwei Vulkane lösen spätantike Krisen aus

     Baumringe und zeitgenössische Chroniken zeugen von klimatischen Veränderungen und damit einhergehenden gesellschaftlichen Krisen in den Jahren ab 536 n. Chr. Neue Daten aus Eisbohrkernen legen den Schluss nahe, dass zwei große Vulkanausbrüche die Ursache waren. Ein Team von Klimaforschern unter Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel und der Universität Oslo haben die Auswirkungen in einem Klima-Aerosol-Modell rekonstruiert. Wie sie jetzt in der Fachzeitschrift Climatic Change und auf der Jahrestagung der EGU in Wien voröffentlichen, handelte es sich bei der Doppeleruption um den stärksten vulkanischen Klimaeinfluss der vergangenen eineinhalb Jahrtausende.

Drone footage shows Japan quake damage "April 16, 2016"

Ultra High Definition (4K) View of Planet Earth

Donnerstag, 14. April 2016

NASA's Hubble Memorable Moments: Comet Impact

Neues zur Entstehung des Lebens

     Bausteine der Erbsubstanz könnten in hydrothermalen Gesteinsporen entstanden sein
Jülicher Forscher liefern einen Hinweis darauf, wie ein zentraler Bestandteil der Erbsubstanz vor sehr langer Zeit auf der Erde entstanden sein könnte. Mit Hilfe numerischer Berechnungen zeigten sie, dass es in hydrothermalen Gesteinsporen zu hohen Anreicherungen des organischen Moleküls Formamid kommen kann. Daraus können spontan Nukleinbasen entstehen, die Bausteine von DNA und RNA. Die dafür notwendigen Bedingungen waren in urzeitlichen flachen Gewässern wahrscheinlich weit verbreitet. Die Ergebnisse helfen, die Entstehung des Lebens auf der Erde besser zu verstehen.

Schenkung: Geschliffene Edelsteine für das Mineralogische Museum der Universität Bonn

Mittwoch, 13. April 2016

FAU-Studentin enträtselt „Höhlenbilder“

     Die Mäanderhöhle bei Bamberg galt bisher als eine archäologische Sensation. Ihre steinzeitlichen Höhlenbildnisse gehören nach bisheriger Annahme zu den ältesten in Deutschland. Julia Blumenröther konnte in ihrer Masterarbeit am Institut für Ur- und Frühgeschichtliche der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) jedoch nachweisen, dass es sich bei den im Jahr 2005 entdeckten Ritzungen im Inneren der Höhle nicht, wie noch einige Jahre zuvor behauptet, um von Menschen eingravierte Fruchtbarkeitsdarstellungen handelt. Vielmehr seien diese Linien auf natürliche Weise entstanden.

Dienstag, 12. April 2016

Donnerstag, 7. April 2016

Jogi und Birgit: ein uraltes Skorpions-Liebespaar aus Sachsen?

     Ein Forscherteam aus Deutschland, England und den USA unter Federführung von Jason Dunlop vom Museum für Naturkunde Berlin veröffentlicht in der internationalen Wissenschaftszeitschrift BMC Evolutionary Biology Funde gut erhaltener Skorpione aus dem 291 Millionen Jahre alten „Versteinerten Wald“ bei Chemnitz. Die hier vorkommenden Fossilien zeigen Pflanzen und Tiere in ihrer mehr oder weniger ursprünglichen Position, denn die Organismen wurden während eines Vulkanausbruchs rasch eingebettet. Die besterhaltenen Skorpione sind wahrscheinlich ein Männchen und Weibchen (vielleicht sogar ein Paar!), und wurden in ihrer ursprünglichen Erdhöhle unter einer Baumwurzel konserviert.

Fast Track - Simon's Cat

Mittwoch, 6. April 2016

Supernovae-Explosionen in der Nähe der Erde

Galaktische ArchäologieWissenschaftler erforschen, wann Supernovae in der Nähe der Erde explodierten

Dienstag, 5. April 2016

Neue Beweise für riesige Vulkanausbrüche am Meeresboden gefunden

     Kieler Meeresforscher wenden neue Methode zur Altersbestimmung von Lavaflüssen am Kolbeinsey Rücken an
Um die Entstehungsgeschichte der Erdkruste besser zu verstehen, haben Wissenschaftler des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel eine neue Methode angewandt und damit Lavaflüsse am nördlichen Kolbeinsey Rücken, etwa 500 Kilometer von Island, datiert. Dabei fanden sie Beweise für riesige Vulkaneruptionen in der Tiefsee, die möglicherweise fast die Hälfte der Erdkruste geformt haben. Die Studie wurde in der internationalen Fachzeitschrift Earth and Planetery Science Letters veröffentlicht.

Montag, 4. April 2016

Komplexe Zellen aus Wasserstoffbedarf geboren

     Evolutionsbiologie: Veröffentlichung in Nature Microbiology
Woher stammen die Mitochondrien, die „Kraftwerke“ unserer Zellen? Es waren ursprünglich Wasserstoff-erzeugende Bakterien, die von anderen Urzellen eingeschlossen wurden. Diese Urzellen benötigten Wasserstoff für ihren eigenen Stoffwechsel. In der aktuellen Ausgabe von Nature Microbiology stellen Biologen um Prof. Dr. William Martin vom Institut für Molekulare Evolution neue Ergebnisse vor, die dieses Modell stützen.

Ein alter Ozean im Erdinnern

     Geowissenschaftler weisen Wasser aus der frühen Erdgeschichte in Mantelgesteinen nach
Seit Jahrzehnten diskutieren Geologen die geodynamischen Prozesse, die die frühe Erdgeschichte geprägt haben. Ein internationales Team von Wissenschaftlern aus Frankreich, Deutschland und Russland, unter Beteiligung von Geochemikern des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel und der Christian-Albrechts Universität zu Kiel, konnten nun durch die Analyse winziger Proben vulkanischen Glases aus Kanada nachweisen, dass es seit mindestens 2.7 Milliarden Jahren schon wasserhaltiges Material im tiefen Erdmantel gibt. Die Studie erschien am 31. März in der internationalen Fachzeitschrift Nature.

Klimageschichte: Vor sechs bis zehn Millionen Jahren gab es im Sommer kein Meereis am Nordpol

     Einem internationalen Wissenschaftler-Team unter Leitung des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), ist es gelungen, ein neues Fenster in die Klimageschichte des Arktischen Ozeans aufzustoßen. Mithilfe einzigartiger Bodenproben vom Lomonossow-Rücken konnte das Forscherteam belegen, dass die zentrale Arktis vor sechs bis zehn Millionen Jahren im Sommer vollkommen eisfrei und das Meer an seiner Oberfläche 4 bis 9 Grad Celsius warm war. Im Frühjahr, Herbst und Winter dagegen schwammen Eisschollen auf dem Ozean, berichten die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature Communications.

Earth Expeditions: Oceans Melting Greenland

Erdwärme verursacht schnellen Eisfluss und Gletscherschmelze in Grönland

     Die erdgeschichtliche Vergangenheit des Nordatlantik steuert heutigen Eismassenverlust


Wo kommt der Zellkern her?

In der Natur existieren zwei Typen von Zellen: die ursprünglichen Prokaryoten und die komplexen Eukaryoten, aus denen alle höhere Lebewesen bestehen. Doch wie hat sich die komplexe innere Struktur der Eukaryoten mit ihrer Menge an Kompartimenten entwickelt? Düsseldorfer Evolutionsbiologen sehen in den Mitochondrien die Lösung für dieses Rätsel. In der Fachzeitschrift Trends in Microbiology veröffentlichen sie ihre neue Theorie.

Sonntag, 3. April 2016

Donnerstag, 31. März 2016

Als Fensterscheiben und Geschirr klirrten

     100 Jahre Meteorit von Treysa-Rommershausen – Besichtigung im Mineralogischen Museum der Philipps-Universität

Einfluss von Meeresspiegelschwankungen auf Pflanzenvielfalt

     Ein internationales Team unter der Leitung von Wissenschaftlern der Universität Göttingen hat den Einfluss eiszeitlicher Klima- und Meeresspiegelschwankungen auf die biologische Vielfalt von Inseln untersucht. Die Ergebnisse der Studie zeigen die Bedeutung historischer Umwelteigenschaften auf die heutige Ausprägung von Lebensgemeinschaften und ihre Vielfalt. Die Resultate sprechen für eine stärkere Berücksichtigung historischer Faktoren in der Biodiversitätsforschung. Erschienen sind sie in der Fachzeitschrift Nature.

Ökologische Aspekte des Tiefseebergbaus - JPI Oceans

Mittwoch, 30. März 2016

Donnerstag, 24. März 2016

Tsunamigefahr am Ätna?

Auf Satellitennavigation gestützte Messungen an Land zeigen, dass die Ostflanke des Ätnas langsam Richtung Meer rutscht. Bisher beschränken sich diese Messungen allerdings auf den an Land gelegenen Teil des Vulkans, obwohl sich die Vulkanflanke weit in das Ionische Meer fortsetzt. Kieler Meeresforscher bringen jetzt ein neuartiges Vermessungsnetz vor der Küste Siziliens aus, um durch entsprechende Messungen unter Wasser diese Lücke zu schließen. Das Forschungsschiff POSEIDON verlässt dafür heute den Hafen von Malaga und nimmt Kurs auf Süditalien. 

Dienstag, 22. März 2016

Montag, 21. März 2016

Largest blue diamond to appear at Hong Kong auction

Nachhaltige Aufbereitung von Seltenen Erden

     Forscher vom Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) entwickeln eine neue Strategie, um die Erze der vietnamesischen Seltenerd-Lagerstätte „Nam Xe“ umweltschonend und wirtschaftlich aufzubereiten. Dafür sollen erstmals auch optische Sensoren zum Einsatz kommen. Das vor kurzem gestartete Projekt in Kooperation mit der UVR-FIA GmbH ist Teil der Fördermaßnahme CLIENT. Darin fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Zusammenarbeit mit Schwellenländern und unterstützt nachhaltige Klimaschutz- und Umwelttechnologien sowie die wirtschaftliche Entwicklung.

Mars Gravity Map

Donnerstag, 17. März 2016

Building Earthquake Early Warning on the West Coast



Presented by Dr. John Vidale, University of Washington and Pacific Northwest Seismic Network, on March 16, 2016

Mittwoch, 16. März 2016

Montag, 14. März 2016

Ein Blick in die Zukunft der Arktis

     Tauende Eiskeile verändern die Permafrostlandschaft substantiell

Überall in der Arktis tauen Eiskeile mit großer Geschwindigkeit. Veränderungen dieser in Permafrostlandschaften weit verbreiteten Strukturen wirken sich massiv auf die Hydrologie der Tundra aus. Das ist das Ergebnis der Studie eines internationalen Forscherteams unter Beteiligung des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) die heute online in der Fachzeitschrift Nature Geoscience erscheint.

Härter als Diamant - Forscher weisen Phasenübergang von Kohlenstoff in bisher spekulative Form nach

Einer internationalen Gruppe von Forschern unter Beteiligung von Darmstädter Physikern ist es gelungen, nicht nur den Übergang von Kohlenstoff von seiner festen in die flüssige Form nachzuweisen, sondern auch den Übergang von Graphit in eine bislang spekulative Form des Diamanten.

Sonntag, 13. März 2016

Fracking – potenzielle Gefahren minimieren

In Gebieten, in welchen Fracking betrieben wird, sind bisweilen Verunreinigungen von Wasser aufgetreten. Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München stellen nun in der Zeitschrift Environmental Science & Technology der American Chemical Society (ACS) eine Analyse der offengelegten Fracking-Additive und potenzieller Risiken vor. Sie begründen, warum eine Bekanntgabe aller bei Fracking-Prozessen eingesetzten Chemikalien von essentieller Wichtigkeit ist.

Vulkanasche und Flugverkehr: Nicht auf Sand bauen

     Vulkanasche kann Flugzeugmotoren beschädigen. Doch wie groß ist das Risiko wirklich? LMU-Vulkanologen haben dafür ein empirisches Modell entwickelt, weil Tests mit Sand das Verhalten der Asche nicht korrekt widerspiegeln

Meeresspiegelanstieg: Zu groß zum Wegpumpen

     Der Anstieg des Meeresspiegels könnte in Zukunft so massiv werden, dass ihn sogar ein noch nie dagewesener technischer Eingriff ins Erdsystem nicht lösen könnte – nämlich Wassermassen auf den Antarktischen Kontinent zu pumpen. Diese Idee von Geo-Engineering haben jetzt Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung durchgerechnet. Zwar würde das auf die Antarktis gepumpte Wasser dort gefrieren, sein Gewicht würde aber das Eis verstärkt in Richtung der antarktischen Küste drücken, wo dann Eismassen in den Ozean abbrechen. Damit das Wasser für ein Jahrtausend auf der Antarktis gespeichert werden kann, müsste es deshalb mindestens 700 Kilometer ins Landesinnere gepumpt werden.

Dienstag, 8. März 2016

Women In Geology



und sie haben Mary Anning vergessen!

Montag, 7. März 2016

Freitag, 4. März 2016

Die maximale Erdbebenstärke in der Nord-Türkei

     Starkbeben entlang der Nordanatolischen Verwerfungszone mit nach Osten zunehmender Magnitude


Dienstag, 23. Februar 2016

Meeresspiegelanstieg in Vergangenheit und Zukunft: robuste Abschätzungen für Küstenplaner

     Der Meeresspiegel wird weltweit um wahrscheinlich 50 bis 130 Zentimeter bis Ende des Jahrhunderts ansteigen, wenn der Ausstoß von Treibhausgasen nicht entschlossen gesenkt wird. Das zeigt eine neue Studie, die erstmals die zwei wichtigsten Methoden zur Abschätzung des Meeresspiegelanstiegs kombiniert und zu einer robusteren Risikoabschätzung kommt. Eine zweite Studie, die ebenfalls in den US Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht wird, untersucht erstmals auf globaler Ebene Daten zum Meeresspiegelanstieg der letzten 3000 Jahre. Das Papier bestätigt, dass der Meeresspiegel in den vergangenen Jahrtausenden nie schneller angestiegen ist als im letzten Jahrhundert.


Unterirdische CO2-Speicherung: Risiken für Stoffkreisläufe im Boden

     Hohe Konzentration von Kohlendioxidgas in Böden kann die Gemeinschaften von Bodenlebewesen langfristig stark verändern – und damit auch Prozesse im Ökosystem wie den unterirdischen Kohlenstoffkreislauf und die Kohlenstoffspeicherung. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Team. Für ihre Studie hatten die Forschenden Bodenorganismen und Stoffkreisläufe an einer natürlichen Kohlendioxidquelle (Mofette) und in einem Vergleichsboden untersucht. Die Ergebnisse erlauben Rückschlüsse auf die Auswirkungen möglicher Lecks bei der Kohlendioxid-Einlagerung im Untergrund, die langfristig das Nahrungsnetz und den Stoffwechsel im Boden verändern könnten.

Montag, 22. Februar 2016

Kosmischer Mehrfacheinschlag vor rund 790.000 Jahren

     Vor rund 790.000 Jahren gab es auf der Erde mehrere kosmische Einschläge mit globalen Auswirkungen. Diesen Schluss ziehen Geowissenschaftler der Universität Heidelberg, nachdem sie Altersbestimmungen bei sogenannten Tektiten aus verschiedenen Erdteilen durchgeführt haben. Die Forschergruppe untersuchte mehrere solcher Gesteinsgläser, die bei Einschlägen von Asteroiden oder Kometen entstanden. Mit ihrer Datierungsmethode auf der Basis natürlich vorkommender Isotope gelang den Heidelberger Wissenschaftlern die bislang präziseste Datierung dieser Tektite. Die Ergebnisse der von Klaus Tschira Stiftung geförderten Arbeiten wurden im Fachjournal „Geochimica et Cosmochimica Acta“ veröffentlicht.
Pressemitteilung

Donnerstag, 18. Februar 2016

Mittwoch, 17. Februar 2016

Gold aus heißem Meerwasser

     - Meeresforscher finden auf Island extrem hohe Edelmetall-Konzentrationen in Geothermal-Systemen -
In Geothermalsystemen auf der isländischen Halbinsel Reykjanes ist ein Team von Ozeanforschern auf extrem hohe Gold-Konzentrationen gestoßen. Das ist bemerkenswert, da sich die Systeme aus Meerwasser speisen, das sonst eine sehr niedrige Konzentration des Edelmetalls aufweist. Das Team vom GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel, vom Geologischen Dienst Island und von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) veröffentlichte seine Ergebnisse jetzt in der internationalen Fachzeitschrift Nature Geoscience.

Freitag, 12. Februar 2016

Donnerstag, 11. Februar 2016

Entdeckung neuer Eisenoxide weist auf große Sauerstoffquelle im Erdmantel

     Bei Versuchen mit einer speziellen Hochdruckzelle an DESYs Röntgenlichtquelle PETRA III und ähnlichen Einrichtungen haben Forscher zwei neue Eisenoxide entdeckt. Die Beobachtung weist auf die Existenz einer großen, bislang unbekannten Sauerstoffquelle im unteren Erdmantel hin, wie das Team um Hauptautorin Dr. Elena Bykova von der Universität Bayreuth im Fachblatt „Nature Communications“ berichtet.

Überraschendes Phänomen bei der Kristallbildung entdeckt

     Kügelchen von leicht unterschiedlicher Größe kristallisieren schneller – Modellexperimente mit kolloiden Kristallen helfen Computersimulationen

Gravitational waves: A three minute guide

Mittwoch, 10. Februar 2016

Dienstag, 9. Februar 2016

Fossilien entpuppen sich als wahre Fundgrube

     Mehr als 70 Jahre lang führten fossile Gliederfüßer aus dem französischen Quercy ein Schattendasein, weil sie äußerlich schlecht erhalten waren. Mit Hilfe der Synchrotronstrahlungsquelle ANKA am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat ein internationales und interdisziplinäres Forscherteam unter maßgeblicher Beteiligung der Universität Bonn nun die 30 Millionen Jahre alten Käferfossilien durchleuchtet. Die inneren Strukturen sind so detailliert überliefert, dass eine umfangreiche Beschreibung und eine Stammbaumanalyse der Käfer möglich waren. Die Ergebnisse dieser Studie sind nun in der Fachzeitschrift „eLIFE“ erschienen.

Montag, 8. Februar 2016

Spinosaurus

     Mit der Sonderausstellung „Spinosaurus“ (9.2.– 12.6.2016) zeigt das Museum für Naturkunde Berlin das weltweit erste nach wissenschaftlichen Erkenntnissen erstellte Skelettmodell des gigantischen, ca. 100 Millionen Jahre alten Raubsauriers. Mit spektakulären Originalfossilien, lebensnahen Rekonstruktionen und packenden Geschichten rund um den Fund aus der Sahara zeichnet die Ausstellung das Bild eines Ökosystems aus einer Zeit, als es in der Wüste noch Wasser gab. Die Wanderausstellung von National Geographic in Zusammenarbeit mit der University of Chicago wird in Berlin mit historischen Objekten und Fossilien aus dem aktuellen Forschungsprogramm des Museums für Naturkunde Berlin gezeigt.

Extremer Frontalaufprall auf der Erde

     Neue, in „Science“ veröffentlichte Isotopenanalysen sprechen für die These, dass vor rund 4,5 Milliarden Jahren ein planetenartiger Himmelskörper tief in die Erde eingedrungen und eine Materialmischung erzeugt hat, aus der auch der Mond entstanden ist.

Geowissenschaften für die Gesellschaft

Warum sind die Geowissenschaften so wichtig für uns? Die European Federation of Geologists EFG hat eine Broschüre veröffentlicht,die das sehr gut erklärt. Sollte man sich wirklich mal zu Gemüte führen!


Geowissenschaften für die Gesellschaft pdf-Datei

The New Ninth Planet - Sixty Symbols

WEBINAR: Yes, Humans Really Are Causing Earthquakes

ABSTRACT: The central United States is experiencing an unprecedented surge in earthquakes that began in 2009, rising from an average of 21 magnitude 3 and larger quakes to over 650 in 2014 alone. This increased earthquake activity is found in just a few concentrated regions around the country, with the lion’s share in Oklahoma. In 2014 there were more magnitude 3 and larger earthquakes in Oklahoma than there were in California. The increased earthquake activity is limited to areas of new and emerging oil and gas production and is undoubtedly caused by some of the techniques they use.

Sakurajima volcano erupts in southern Japan, 5 Feb 2016

Freitag, 5. Februar 2016

Donnerstag, 4. Februar 2016

Was kosten Hangrutschungen die öffentliche Hand in Niedersachsen?

     Universität Vechta erforscht Risiken und Kosten von Hangrutschungen an öffentlichen Infrastrukturen - Projektförderung im Rahmen von Pro*Niedersachsen

Eiszeitliche DNA gibt Hinweise auf beträchtliche Bevölkerungsumwälzung am Ende des Pleistozäns

enetische Studie an eiszeitlichen Skeletten der Schwäbischen Alb und anderer europäischer Fundorte gibt Auskunft zur Demografie und Einwanderungsgeschichte der frühen Jäger und Sammler

Der anatomisch moderne Mensch entwickelte sich in Afrika und besiedelte von dort aus die ganze Erde, da sind sich die Wissenschaftler einig. Genetisch gesehen können sie zudem Afrikaner und Nicht-Afrikaner unterscheiden. Wann und auf welchen Wegen oder in wie vielen Auswanderungswellen die modernen Menschen von Afrika ausgehend Eurasien und die Großregion Australiens erreichten, ist jedoch stark umstritten. Ein Wissenschaftlerteam am Institut für Naturwissenschaftliche Archäologie der Universität Tübingen um Professor Johannes Krause, der auch Direktor am Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte in Jena ist, hat nun das Schicksal der frühen Europäer näher beleuchtet.

Tough Love - Simon's Cat (A Valentine's Special!)

Montag, 1. Februar 2016

Flying over the craters of dwarf planet Ceres

Moore – mehr als Gruseln und Torfstechen

     Früher fürchteten die Menschen das Moor, war es doch ein Ort, wo böse Geister lebten. Dann lernte der Mensch, das Moor zu nutzen: Torf wurde abgebaut und die Flächen entwässert, um Landwirtschaft zu betreiben. Doch mit den Mooren verschwand auch eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Heute bemüht man sich, ehemalige Moorflächen wieder herzustellen. Moore leisten nämlich vielfältige wertvolle Dienste für uns Menschen: Sie stabilisieren beispielsweise den Wasser- und Kohlenstoffhaushalt. Der Welttag der Feuchtgebiete am 2.2.2016 erinnert daran, dass dieser wichtige Lebensraum weltweit bedroht ist. Am IGB in Berlin ist die Renaturierung von Mooren ein wichtiger Forschungsschwerpunkt.

Message from Dr. Jane Goodall for the Women in Science Summit 2016

Sonntag, 31. Januar 2016

Versinkende Inseln: Bedroht der Meeresspiegelanstieg das Takuu-Atoll im Pazifik?

Seit einigen Jahrzehnten steigt der Meeresspiegel unaufhaltsam – im Schnitt 3,3 mm im Jahr. Inwieweit machen sich die Folgen des Meeresspiegelanstiegs bereits heute auf den Riffinseln bemerkbar? Diese Frage konnten Forscher des ZMT nun für das Takuu-Atoll, eine Inselgruppe im Pazifik nordöstlich von Papa-Neuguinea, beantworten.

Europäische Sommer so heiß wie seit über 2000 Jahren nicht

     Gießener Klimaforscher Luterbacher veröffentlicht internationale Studie
Über die vergangenen Jahrzehnte haben sich die Sommer im größten Teil Europas immer stärker erwärmt, begleitet von extremen Hitzewellen wie in 2013, 2010 und 2015. Neueste Forschungen unter der Leitung des Gießener Geographen und Klimaforschers Prof. Dr. Jürg Luterbacher setzen die aktuelle Erwärmung in einen historischen Kontext, der eine Spanne von 2100 Jahre umfasst. Mit Hilfe von Baumring-Daten und historisch dokumentierten Hinweisen konnte eine neue Rekonstruktion der europäischen Sommertemperaturen erstellt werden. Die Arbeit von 45 Wissenschaftlern aus 13 Ländern wurde jetzt im Forschungsmagazin „Environmental Research Letters“ veröffentlich.

Ein Penis in Bernstein

     Ein Forscherteam unter der Leitung von Jason Dunlop, Museum für Naturkunde Berlin, veröffentlicht in der internationalen Fachzeitschrift The Science of Nature den einzigartigen Fund eines 99 Millionen Jahre alten Weberknechts mit ausgestrecktem Penis. Männliche Weberknechte begatten damit die Weibchen direkt. Bei modernen Tieren ist die Feinstruktur des Penis extrem wichtig für die systematische Zuordnung der jeweiligen Art. Der Fossilfund zeigt, dass Weberknechte in der Kreidezeit sich genau wie die Tiere von heute fortpflanzen konnten. Auf Grund der großen Augen und der spachtelförmigen Penisspitze konnten die Wissenschaftler eine neue, ausgestorbene Weberknecht-Familie erkennen.

Donnerstag, 28. Januar 2016

Mittwoch, 27. Januar 2016

Bosse - Steine (Official Video)

Auch eine Art geologisches Lied

Researchers measure record erosion on Alaskan riverbank

Itkillik River eats into the thawing riverbank at an average rate of 19 metres per year. According to estimates, Alaska's thawing permafrost soils cost the USA several 100 million dollars every decade – primarily because airports, roads, pipelines and set-tlements require relocation as a result of sinking ground and eroding river banks. An international team of researchers has now measured riverbank erosion rates, which exceed all previous records, along the Itkillik River in Alaska's north. In a stretch of land where the ground contains a particularly large quantity of ice the Itkillik River eats into the river bank at 19 metres per year, the researchers report in a study recently published in the journal Geomorphology.

Mittwoch, 20. Januar 2016

Klimaforschung: Extreme während der Frühzeit der Erde

Geowissenschaftler der Universität Göttingen untersuchen in zwei neuen Projekten die klimatischen Schwankungen während der Frühzeit der Erde vor etwa 4,5 Milliarden bis 500 Millionen Jahren. Sie erhoffen sich davon neue Erkenntnisse über die Klimageschichte und die Entwicklung der Erde insgesamt.

Dienstag, 12. Januar 2016

Das Anthropozän: unbequeme Fakten für ein menschengesteuertes Erdsystem - Studie in "Science"

Die Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf der Erde markieren nach Auffassung einer internationalen Gruppe von Geowissenschaftlern und Vertretern anderer Disziplinen eine neue geologische Epoche: das Anthropozän. Die Forscher, darunter Prof. Dr. Reinhold Leinfelder von der Freien Universität Berlin, stufen als Beginn dieser Epoche die Mitte des 20. Jahrhunderts ein. Das Anthropozän sei charakterisiert durch die Verbreitung von Materialien wie elementarem Aluminium, Beton, Plastik, Flugasche und dem sogenannten Fallout von Kernwaffentests über den gesamten Planeten.

What's the Deal About the Anthropocene? AGU great debate

Donnerstag, 7. Januar 2016

Feldexperiment zur Sole-Injektion in geologischen CO2-Speicher

Abschlussphase der erfolgreichen geologischen Speicherung von Kohlendioxid. Im aktuellen Feldversuch wurde Salzwasser kontinuierlich seit dem 12. Oktober 2015 in das CO2-Reservoir injiziert, das sich in einer Tiefe zwischen 630 m und 650 m befindet.

Neue Einsichten in die Folgen von Methanaustritten am Meeresboden

Ein Krater am Boden der Nordsee, der 1990 durch eine Gasexplosion im Zuge von Öl-Explorationen entstand, eröffnet einem internationalen Forscher-Team neue Einblicke in das Schicksal von Methanaustritten am Meeresboden. Zusätzliche Untersuchungen und Überwachungsstrategien sind nötig, um die Triebkräfte weiterer Emissionen besser zu verstehen, argumentieren die Wissenschaftler in einer Sonderausgabe des Fachmagazins „Journal of Marine and Petroleum Geology“.

What causes stripey clouds?

Mittwoch, 6. Januar 2016

Informationen zum Test einer Wasserstoffbombe in Nordkorea

     Automatische Messungen des GEOFON-Netzwerks des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ zeigten um 01:30:01 Weltzeit (10:00:01 Ortszeit) ein Beben mit der Magnitude M 5,3 in der Region des Testgeländes von Punggye-ri im Nordosten des Landes.Geophysikalisch unterscheiden sich durch Explosionen erzeugte Beben deutlich von natürlichen Erdbeben.

3,3 Milliarden Jahre Plattentektonik in 4 Minuten - Video

Dienstag, 5. Januar 2016

Forscher entdecken spektakuläre Vielfalt nanoporöser Kristalle

     Wissenschaftler der Freien Universität Brüssel und der Universität Leipzig haben bisher unbekannte Mechanismen des Molekültransportes in nanoporösen Materialien entdeckt. Sie widerlegten damit eine über Jahrzehnte unwidersprochene Annahme, indem sie zeigten, dass sich jedes einzelne nanoporöse Kristall sehr unterschiedlich verhalten kann. Diese Entdeckung führt zu einer radikalen Wende in der Erforschung des Gebietes. Bisher waren die Forscher von der falschen Annahme annähernder Gleichheit im Verhalten der einzelnen Kristalle ausgegangen. Ihre neuen Erkenntnisse veröffentlichten sie kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift "Nature Materials".

Montag, 4. Januar 2016

Spuren isländischer Vulkane in nordostdeutschem See

     Präzisere Bestimmung von regionalen Klimaänderungen in der Vergangenheit.

Ascheablagerungen von isländischen Vulkanausbrüchen wurden in den Sedimenten des Tiefen Sees im Naturpark Nossentiner-Schwinzer Heide in Mecklenburg-Vorpommern gefunden. Damit lassen sich Klimaänderungen während der letzten 11500 Jahre präziser datieren. Ein internationales Team von Geowissenschaftlern unter Leitung des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ konnte Spuren von insgesamt acht Vulkanausbrüche auf Island nachweisen, von denen sechs genau identifiziert werden konnten. Der älteste Ausbruch fand vor 11400 Jahren statt, der jüngste geschah 1875 und ist auch in historischen Dokumenten beschrieben.
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