Dienstag, 23. Februar 2016

Meeresspiegelanstieg in Vergangenheit und Zukunft: robuste Abschätzungen für Küstenplaner

     Der Meeresspiegel wird weltweit um wahrscheinlich 50 bis 130 Zentimeter bis Ende des Jahrhunderts ansteigen, wenn der Ausstoß von Treibhausgasen nicht entschlossen gesenkt wird. Das zeigt eine neue Studie, die erstmals die zwei wichtigsten Methoden zur Abschätzung des Meeresspiegelanstiegs kombiniert und zu einer robusteren Risikoabschätzung kommt. Eine zweite Studie, die ebenfalls in den US Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht wird, untersucht erstmals auf globaler Ebene Daten zum Meeresspiegelanstieg der letzten 3000 Jahre. Das Papier bestätigt, dass der Meeresspiegel in den vergangenen Jahrtausenden nie schneller angestiegen ist als im letzten Jahrhundert.


Unterirdische CO2-Speicherung: Risiken für Stoffkreisläufe im Boden

     Hohe Konzentration von Kohlendioxidgas in Böden kann die Gemeinschaften von Bodenlebewesen langfristig stark verändern – und damit auch Prozesse im Ökosystem wie den unterirdischen Kohlenstoffkreislauf und die Kohlenstoffspeicherung. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Team. Für ihre Studie hatten die Forschenden Bodenorganismen und Stoffkreisläufe an einer natürlichen Kohlendioxidquelle (Mofette) und in einem Vergleichsboden untersucht. Die Ergebnisse erlauben Rückschlüsse auf die Auswirkungen möglicher Lecks bei der Kohlendioxid-Einlagerung im Untergrund, die langfristig das Nahrungsnetz und den Stoffwechsel im Boden verändern könnten.

Montag, 22. Februar 2016

Kosmischer Mehrfacheinschlag vor rund 790.000 Jahren

     Vor rund 790.000 Jahren gab es auf der Erde mehrere kosmische Einschläge mit globalen Auswirkungen. Diesen Schluss ziehen Geowissenschaftler der Universität Heidelberg, nachdem sie Altersbestimmungen bei sogenannten Tektiten aus verschiedenen Erdteilen durchgeführt haben. Die Forschergruppe untersuchte mehrere solcher Gesteinsgläser, die bei Einschlägen von Asteroiden oder Kometen entstanden. Mit ihrer Datierungsmethode auf der Basis natürlich vorkommender Isotope gelang den Heidelberger Wissenschaftlern die bislang präziseste Datierung dieser Tektite. Die Ergebnisse der von Klaus Tschira Stiftung geförderten Arbeiten wurden im Fachjournal „Geochimica et Cosmochimica Acta“ veröffentlicht.
Pressemitteilung

Donnerstag, 18. Februar 2016

Mittwoch, 17. Februar 2016

Gold aus heißem Meerwasser

     - Meeresforscher finden auf Island extrem hohe Edelmetall-Konzentrationen in Geothermal-Systemen -
In Geothermalsystemen auf der isländischen Halbinsel Reykjanes ist ein Team von Ozeanforschern auf extrem hohe Gold-Konzentrationen gestoßen. Das ist bemerkenswert, da sich die Systeme aus Meerwasser speisen, das sonst eine sehr niedrige Konzentration des Edelmetalls aufweist. Das Team vom GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel, vom Geologischen Dienst Island und von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) veröffentlichte seine Ergebnisse jetzt in der internationalen Fachzeitschrift Nature Geoscience.

Freitag, 12. Februar 2016

Donnerstag, 11. Februar 2016

Entdeckung neuer Eisenoxide weist auf große Sauerstoffquelle im Erdmantel

     Bei Versuchen mit einer speziellen Hochdruckzelle an DESYs Röntgenlichtquelle PETRA III und ähnlichen Einrichtungen haben Forscher zwei neue Eisenoxide entdeckt. Die Beobachtung weist auf die Existenz einer großen, bislang unbekannten Sauerstoffquelle im unteren Erdmantel hin, wie das Team um Hauptautorin Dr. Elena Bykova von der Universität Bayreuth im Fachblatt „Nature Communications“ berichtet.

Überraschendes Phänomen bei der Kristallbildung entdeckt

     Kügelchen von leicht unterschiedlicher Größe kristallisieren schneller – Modellexperimente mit kolloiden Kristallen helfen Computersimulationen

Gravitational waves: A three minute guide

Mittwoch, 10. Februar 2016

Dienstag, 9. Februar 2016

Fossilien entpuppen sich als wahre Fundgrube

     Mehr als 70 Jahre lang führten fossile Gliederfüßer aus dem französischen Quercy ein Schattendasein, weil sie äußerlich schlecht erhalten waren. Mit Hilfe der Synchrotronstrahlungsquelle ANKA am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat ein internationales und interdisziplinäres Forscherteam unter maßgeblicher Beteiligung der Universität Bonn nun die 30 Millionen Jahre alten Käferfossilien durchleuchtet. Die inneren Strukturen sind so detailliert überliefert, dass eine umfangreiche Beschreibung und eine Stammbaumanalyse der Käfer möglich waren. Die Ergebnisse dieser Studie sind nun in der Fachzeitschrift „eLIFE“ erschienen.

Montag, 8. Februar 2016

Spinosaurus

     Mit der Sonderausstellung „Spinosaurus“ (9.2.– 12.6.2016) zeigt das Museum für Naturkunde Berlin das weltweit erste nach wissenschaftlichen Erkenntnissen erstellte Skelettmodell des gigantischen, ca. 100 Millionen Jahre alten Raubsauriers. Mit spektakulären Originalfossilien, lebensnahen Rekonstruktionen und packenden Geschichten rund um den Fund aus der Sahara zeichnet die Ausstellung das Bild eines Ökosystems aus einer Zeit, als es in der Wüste noch Wasser gab. Die Wanderausstellung von National Geographic in Zusammenarbeit mit der University of Chicago wird in Berlin mit historischen Objekten und Fossilien aus dem aktuellen Forschungsprogramm des Museums für Naturkunde Berlin gezeigt.

Extremer Frontalaufprall auf der Erde

     Neue, in „Science“ veröffentlichte Isotopenanalysen sprechen für die These, dass vor rund 4,5 Milliarden Jahren ein planetenartiger Himmelskörper tief in die Erde eingedrungen und eine Materialmischung erzeugt hat, aus der auch der Mond entstanden ist.

Geowissenschaften für die Gesellschaft

Warum sind die Geowissenschaften so wichtig für uns? Die European Federation of Geologists EFG hat eine Broschüre veröffentlicht,die das sehr gut erklärt. Sollte man sich wirklich mal zu Gemüte führen!


Geowissenschaften für die Gesellschaft pdf-Datei

The New Ninth Planet - Sixty Symbols

WEBINAR: Yes, Humans Really Are Causing Earthquakes

ABSTRACT: The central United States is experiencing an unprecedented surge in earthquakes that began in 2009, rising from an average of 21 magnitude 3 and larger quakes to over 650 in 2014 alone. This increased earthquake activity is found in just a few concentrated regions around the country, with the lion’s share in Oklahoma. In 2014 there were more magnitude 3 and larger earthquakes in Oklahoma than there were in California. The increased earthquake activity is limited to areas of new and emerging oil and gas production and is undoubtedly caused by some of the techniques they use.

Sakurajima volcano erupts in southern Japan, 5 Feb 2016

Freitag, 5. Februar 2016

Donnerstag, 4. Februar 2016

Was kosten Hangrutschungen die öffentliche Hand in Niedersachsen?

     Universität Vechta erforscht Risiken und Kosten von Hangrutschungen an öffentlichen Infrastrukturen - Projektförderung im Rahmen von Pro*Niedersachsen

Eiszeitliche DNA gibt Hinweise auf beträchtliche Bevölkerungsumwälzung am Ende des Pleistozäns

enetische Studie an eiszeitlichen Skeletten der Schwäbischen Alb und anderer europäischer Fundorte gibt Auskunft zur Demografie und Einwanderungsgeschichte der frühen Jäger und Sammler

Der anatomisch moderne Mensch entwickelte sich in Afrika und besiedelte von dort aus die ganze Erde, da sind sich die Wissenschaftler einig. Genetisch gesehen können sie zudem Afrikaner und Nicht-Afrikaner unterscheiden. Wann und auf welchen Wegen oder in wie vielen Auswanderungswellen die modernen Menschen von Afrika ausgehend Eurasien und die Großregion Australiens erreichten, ist jedoch stark umstritten. Ein Wissenschaftlerteam am Institut für Naturwissenschaftliche Archäologie der Universität Tübingen um Professor Johannes Krause, der auch Direktor am Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte in Jena ist, hat nun das Schicksal der frühen Europäer näher beleuchtet.

Tough Love - Simon's Cat (A Valentine's Special!)

Montag, 1. Februar 2016

Flying over the craters of dwarf planet Ceres

Moore – mehr als Gruseln und Torfstechen

     Früher fürchteten die Menschen das Moor, war es doch ein Ort, wo böse Geister lebten. Dann lernte der Mensch, das Moor zu nutzen: Torf wurde abgebaut und die Flächen entwässert, um Landwirtschaft zu betreiben. Doch mit den Mooren verschwand auch eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Heute bemüht man sich, ehemalige Moorflächen wieder herzustellen. Moore leisten nämlich vielfältige wertvolle Dienste für uns Menschen: Sie stabilisieren beispielsweise den Wasser- und Kohlenstoffhaushalt. Der Welttag der Feuchtgebiete am 2.2.2016 erinnert daran, dass dieser wichtige Lebensraum weltweit bedroht ist. Am IGB in Berlin ist die Renaturierung von Mooren ein wichtiger Forschungsschwerpunkt.

Message from Dr. Jane Goodall for the Women in Science Summit 2016

Research Blogging Awards 2010 Winner!
 
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