Donnerstag, 22. Juni 2017

Kristallwachstum - Tröpfchen für Tröpfchen

     Ein Experiment an der Universität Konstanz kann nicht-klassisches Kristallwachstum nachweisen – Das Ergebnis hat Konsequenzen sowohl für die Grundlagenforschung als auch für die Anwendung
Wie wachsen Kristalle? Das klassische Lehrbuchwissen sagt: Schicht für Schicht verbreiten sich Atome beziehungsweise Moleküle auf einer bestehenden Kristallfläche. Die Arbeitsgruppe Physikalische Chemie an der Universität Konstanz hat für Glutaminsäure eine Vorstufe dieses Kristallwachstums beobachten können, die diesem klassischen Wachstumsprinzip widerspricht.

The Squid and the Whale: Evidence for an Epic Encounter

Mittwoch, 21. Juni 2017

Coal Mining's Environmental Impact | From The Ashes

Ursuppe in Dosen

     Wo und wie entstand das Leben auf unserem blauen Planeten? „In der Erdkruste!“, behaupten der Geologe Prof. Dr. Ulrich Schreiber, der Physikochemiker Prof. Dr. Christian Mayer und der Chemiker Prof. Dr. Oliver Schmitz von der Universität Duisburg-Essen (UDE). Ihre Forschungsergebnisse, die sie in Zusammenarbeit mit Geowissenschaftlern der Universität Heidelberg (Arbeitsgruppe Prof. Dr. Frank Keppler und Prof. Dr. Heinfried Schöler) erzielten, kann man nun im Fachmagazin PLOS ONE* nachlesen.

Dienstag, 20. Juni 2017

Tiefseemuscheln und -schwämme gedeihen auf Öl: Des einen Freud, des anderen Leid

     Wissenschaftler aus Bremen und den USA haben Meerestiere entdeckt, die in Symbiose mit Bakterien leben, welche Öl als Energiequelle verwenden. In der Tiefsee im Golf von Mexiko gibt es Vulkane, die Öl und Asphalt speien. Dort leben Muscheln und Schwämme in Symbiose mit Bakterien, die ihnen Nahrung liefern. Diese Symbionten ernähren sich von kurzkettigen Alkanen aus dem Öl. Die Forscher entdeckten zudem, dass nah verwandte Bakterien diese Fähigkeit beim Abbau der Ölpest nach der Explosion der Ölbohrplattform Deepwater Horizon nutzten.

Wie sich das Klima an Kipppunkten in kurzer Zeit ändert

     Neue Studie zeigt: Graduelle Veränderungen der CO2-Konzentration in der Atmosphäre können abrupte Klimaschwankungen auslösen

Sonntag, 18. Juni 2017

science saved my soul

Wie zuverlässig sind Muscheln als Klimaarchive?

     Für die Rekonstruktion des Klimas vergangener Zeiten stellen Kalkschalen von Meerestieren wie Muscheln ein wertvolles Archiv dar. Dabei nutzen Klimastudien zunehmend auch jenes Schalenmaterial, das Menschen in prähistorischer Zeit in der Nähe ihrer Siedlungen angehäuft haben. Der Geologe Peter Müller vom Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT) fand jedoch ein erhebliches Fehlerpotential bei paläoklimatischen Untersuchungen an Muscheln, die für den Verzehr erhitzt wurden. Die Studie ist kürzlich im Fachjournal „Scientific Reports“ erschienen.

Mittwoch, 14. Juni 2017

Neue Zeckenart in 100 Millionen Jahre altem Bernstein entdeckt

     Sie ist mit einem Alter von rund 100 Millionen Jahren eine der ältesten Zeckenarten der Welt und wurde nach ihrer Herkunft benannt: Amblyomma birmitum. Forscher des Instituts für Mikrobiologie der Bundeswehr haben in Zusammenarbeit mit dem Museum für Naturkunde Berlin und der Zoologischen Staatssammlung München (SNSB-ZSM) die neue Zecke aus Burmesischem Bernstein, dem sogenannten Birmit aus Myanmar, beschrieben. Das Tier aus der Kreidezeit wurde als Einschluss bestens erhalten und ist die bisher älteste Art einer heute noch vorkommenden Zecken-Gattung.

Fachinformationsdienst Geowissenschaften

Der Fachinformationsdienst Geowissenschaften der festen Erde (FID GEO)bietet Beratung und Services in den Bereichen Elektronisches Publizieren, Digitalisieren sowie Publikation von Forschungsdaten. Dieser Fachinformationsdienst ist ein Gemeinschaftsprojekt der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen und des Helmholtz-Zentrums Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ.

bietet die elektronische Publikation über das gesamte Spektrum wissenschaftlicher Veröffentlichungen von institutionellen Serien, Zeitschriften, Monographien bis zur Zweitveröffentlichung begutachteter Forschungsarbeiten an. Die Publikation kann auf Wunsch mit einer retrospektiven Digitalisierung verbunden werden. Die Dokumente werden im Fachrepositorium des FID GEO gesammelt und dauerhaft zur Verfügung gestellt.

Das Publikationsangebot des FID GEO trägt unter anderem dazu bei, dass sogenannte „graue Literatur“ besser zugänglich wird. „Graue Literatur“ ist hier eine Sammelbezeichnung für alle nicht verlagsgebundenen Veröffentlichungen, z.B. institutionelle Serien, Kongressbeiträge oder Forschungsberichte. Diese Publikationen sind oft nur gedruckt und in wenigen Bibliotheken verfügbar und deshalb für die geowissenschaftliche Community schwer zugänglich. Sie bilden jedoch eine wichtige Grundlage für wissenschaftliche Forschungen.

Der FID GEO bietet für geowissenschaftliche Einrichtungen oder Herausgeber wie z.B. Fachgesellschaften kostenlos die Digitalisierung ihrer bisher nur gedruckt vorhandenen institutionellen Serien und anderen Schriften an. In der Regel werden die Digitalisate anschließend elektronisch publiziert (siehe oben: Elektronisches Publizieren) und auf diese Weise der Wissenschaft im Open Access weltweit verfügbar gemacht.

http://www.fidgeo.de/

Fachrepositorium (Publikationsserver)des FID GEO https://e-docs.geo-leo.de/

Dienstag, 13. Juni 2017

Bayreuther Hochdruckforscher lösen Meteoriten-Rätsel

     Eine Forschergruppe der Universität Bayreuth hat die langgesuchte Erklärung für den scheinbar widersprüchlichen Aufbau von Mond- und Mars-Meteoriten gefunden. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) in Hamburg, der European Synchrotron Radiation Facility (ESRF) in Grenoble und mit weiteren Forschungspartnern in Lyon und Wien haben die Bayreuther Wissenschaftler um Prof. Dr. Dr. h.c. Leonid Dubrovinsky zeigen können, weshalb die Meteoriten auf engstem Raum Minerale enthalten können, deren Entstehungsbedingungen sich stark unterscheiden. Die in ‚Nature Communications‘ veröffentlichten Erkenntnisse geben der Meteoritenforschung insgesamt neue Impulse.

Donnerstag, 8. Juni 2017

Freitag, 2. Juni 2017

Geowissenschaftlicher Nachweis von subglazialen Seen

     Schmelzwasserseen unter dem antarktischen Eisschild beschleunigten Rückzug von Gletschern in der Erdgeschichte

Donnerstag, 1. Juni 2017

Grabbeigabe unter dem Elektronenmikroskop

     Student erforschte Schild eines keltischen Kriegers

Donnerstag, 25. Mai 2017

Amazing Body Illusions! Psychology for Kids - ExpeRimental #24

Wenn Körner in Röhren steigen

Ein internationales Team von Physikern hat den Mechanismus hinter dem Kapillareffekt bei Granulaten entdeckt. Der Effekt bezeichnet das Ansteigen von Sand und anderen Granulaten in einer Röhre, wenn sie geschüttelt wird. Weitere Forschungen könnten vielversprechende Anwendungen im Transportbereich ermöglichen.

Viele wollen zurück aufs Land

     Seit der Jahrtausendwende ist bundesweit jeder fünfte Abgewanderte in seinen Heimatkreis zurückgekehrt. Die höchsten Rückkehrquoten entfallen auf ländliche Regionen in Thüringen, Bayern und im Saarland.

Gesucht: Neugierige Kinder zum Erforschen und Entdecken der Nord- und Ostseeküsten

     Im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane findet von Juni bis September erneut die Aktion „Mein mobiles Küstenlabor“ statt / Begleitende Sommertour macht Halt an acht beliebten Küstenorten / Kostenloses Küstenlabor bei über 100 Partnern erhältlich

Freitag, 28. April 2017

Mittwoch, 26. April 2017

Dienstag, 25. April 2017

Flechten aus dem Bernsteinwald

     Ein Forscherteam der Universitäten Göttingen und Helsinki hat 152 neue fossile Flechten in Bernsteinen entdeckt und analysiert. Die Fossilien sind zwischen 24 und 47 Millionen Jahre alt und stammen von zwei bedeutenden europäischen Bernsteinlagerstätten: aus dem Baltikum und aus Bitterfeld in Sachsen-Anhalt. Bisher existierten lediglich 15 fossile Belege von Flechten. Mit dem Fund hat sich die Zahl der bekannten Flechtenfossilien also mehr als verzehnfacht. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Nature Plants erschienen.

Astronomen-Team findet Himmelskörper mit „Schmauchspuren“

Viele massereiche Sterne verglühen am Ende ihres Lebens als so genannte Supernova; sie leuchten dabei kurzzeitig so hell wie eine ganze Galaxie. Ein internationales Astronomen-Team hat einen Stern entdeckt, der durch die Supernova-Explosion seines Nachbarn mit großen Mengen Kalzium angereichert wurde. Es ist das erste Mal, dass ein solcher Stern mit Schmauchspuren in den Resten einer Supernova gefunden wurde. Die Entdeckung hat für Theorien zur Entstehung von Supernova-Explosionen weit reichende Bedeutung. An der Arbeit waren Astronomen aus Russland, Österreich und Deutschland beteiligt, darunter auch Forscher der Universität Bonn. Die Studie ist nun in „Nature Astronomy“ erschienen.

Freitag, 21. April 2017

Entstehung von Goldlagerstätten in Südafrika

     Deutsch-kanadisches Forscherteam entdeckt neuen Bildungsmechanismus in früherem marinen Sedimentbecken
20.04.2017/Kiel. Der Witwatersrand in Südafrika beherbergt das größte bekannte Goldvorkommen auf der Erde. Doch wie ist es entstanden? Forschende des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel und von kanadischen Einrichtungen haben nun mit detektivischer Kleinarbeit herausgefunden, wie sich ein Teil der weltweit größten Goldlagerstätten vor etwa drei Milliarden Jahren gebildet hat. Öl und heiße Quellen spielen dabei eine wichtige Rolle. Die Studie ist kürzlich in der Fachzeitschrift „Precambrian Research“ erschienen.

Mittwoch, 19. April 2017

Rare images of blue whale feeding behavior

Neue Studie stellt frühere Annahmen zum „Hiatus“ in der Oberflächenerwärmung in Frage

     Viele Klimawissenschaftler machen den Ozean für die Verlangsamung in der Oberflächenerwärmung von 1998-2012 (“Hiatus”) verantwortlich, indem die Wärme von der Erdoberfläche in die Tiefe des Ozeans verbracht wird. In einer neuen Studie bezweifeln Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Meteorologie (MPI-M) diese Sichtweise: die Wärme könnte genauso gut von der Oberfläche in den Weltraum abgestrahlt werden, und die Unsicherheit in den Beobachtungen zeigt, dass wir vermutlich nie wissen werden, was genau die Verlangsamung der Oberflächenerwärmung verursacht hat.

Riesenfaultier war Vegetarier - Ernährung des fossilen Megatheriums entschlüsselt

Senckenberg-Wissenschaftler haben gemeinsam mit einem internationalen Team die Ernährung des ausgestorbenen Riesenfaultiers Megatherium untersucht. Anhand von Untersuchungen des fossilen Knochenkollagens kommen die Forscher in ihrer kürzlich im Fachjournal „ScienceDirect“ veröffentlichten Studie zu dem Schluss, dass sich Megatherium ausschließlich vegetarisch ernährte. Über die Ernährungsgewohnheiten der bis zu elefantengroßen, bodenlebenden Tiere wurde bisher viel spekuliert.

Donnerstag, 13. April 2017

Grabungserfolg: Fast vollständiger Schädel einer Säbelzahnkatze entdeckt

Unter der Leitung von Wissenschaftlern des Senckenberg-Forschungsinstituts und von der Universität Tübingen hat das Grabungsteam Überreste einer Säbelzahnkatze in der Fundstelle Schöningen entdeckt. Untersuchungen der Schädelfragmente an der niederländischen Universität Leiden zeigen, dass es sich bei dem Tier um einen Vertreter der europäischen Säbelzahnkatze Homotherium latidens handelt. Durch den neuen Fund sind nun bereits drei Individuen der großen Raubkatzen aus Schöningen bekannt.

Mittwoch, 12. April 2017

Stalagmites store paleoclimate data

     Stalagmites from caves provide evidence of changes in the effect of the North Atlantic Oscillation on weather systems in Central Europe and Morocco

Dienstag, 11. April 2017

Drones help scientists study Guatemalan volcanoes

Erklär´s mir, RWTH!: Dr. Frank Strozyk über Steinsalz

Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion

     Die Studie einer Forschergruppe aus Belgien, Deutschland und der Schweiz unter Mitarbeit von Wissenschaftlern der Universitäten in Bonn und Augsburg zeigt eine bisher wenig bedachte Rückkopplung zwischen den langfristigen Auswirkungen der menschengemachten Entwaldung und Bodenverlagerung auf die globalen Treibhausgasemissionen seit Beginn des menschlichen Ackerbaus. Rund 40 Prozent aller Kohlenstoffemissionen, die aus der Umwandlung von Grasland oder Wald in Ackerland entstehen, werden in Sedimenten gebunden. Die überraschenden Ergebnisse sind nun im Journal „Nature Climate Change” veröffentlicht. 

Dienstag, 4. April 2017

Neue Hinweise auf allmählichen Niedergang der Dinosaurier noch vor Ende der Kreidezeit

     Zu einem allmählichen Niedergang der Dinosaurier und Flugsaurier kam es vermutlich noch vor dem Einschlag des sogenannten Chicxulub-Asteroiden und dem weltweiten Massensterben am Ende der Kreidezeit. Dies zeigen neue Forschungsergebnisse eines deutsch-mexikanischen Teams von Geowissenschaftlern. Die Untersuchungen unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Stinnesbeck von der Universität Heidelberg und Prof. Dr. Eberhard Frey vom Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe verweisen gleichzeitig darauf, dass sich parallel zum Verschwinden der Saurier Vogelarten verbreiteten und ausdifferenzierten.

Montag, 3. April 2017

Dienstag, 28. März 2017

Wetter-Extreme: Menschheit verändert wahrscheinlich gigantische Luftströme

     Die Zunahme verheerender sommerlicher Wetter-Extreme steht wahrscheinlich in Verbindung mit dem vom Menschen verursachten Klimawandel, wie immer mehr Belege zeigen. Gigantische Luftströme umkreisen die Erde, wellenförmig schwingen sie zwischen Tropen und Arktis auf und ab. Diese planetaren Wellen transportieren Wärme und Feuchte. Wenn sie ins Stocken kommen, können Dürren oder Fluten entstehen. Die globale Erwärmung durch Treibhausgase aus fossilen Brennstoffen schafft Bedingungen, welche ein solches Stocken begünstigen, so hat jetzt ein internationales Team von Wissenschaftlern herausgefunden.

Kontinentalrand mit Leckage

     Wenn Methangas vor der Küste Spitzbergens aus dem Meeresboden austritt, ist die Ursache davon nicht immer die Auflösung von Methanhydraten im Zuge einer Temperaturerwärmung. Basis für diese Annahme sind zwei Fahrten zur Küste Spitzbergens. Die Ergebnisse hat Susan Mau hat jetzt gemeinsam mit weiteren Kolleginnen und Kollegen vom MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen, dem Alfred-Wegener-Institut Bremerhaven und der Oregon State University (USA) veröffentlicht.

Freitag, 24. März 2017

Donnerstag, 16. März 2017

Ein 155-Karäter mit 92 mm Durchmesser

     Der größte synthetische Diamant der Welt kommt aus Augsburg

Portraits of a planet: Earth from space

Wer findet den kleinen Fehler?


Freitag, 10. März 2017

Mittwoch, 8. März 2017

Geologinnen

Dienstag, 7. März 2017

Raindrops falling on soil give bacteria liftoff

Kupferbergbau mit bioaktiven Stoffen aus Bakterien

     Chile ist einer der wichtigsten Kupferlieferanten für Deutschland. Im Rahmen der Wissenschaftlich-Technologischen Zusammenarbeit beider Länder wird nun untersucht, wie sich chilenische Kupfererze umweltverträglicher aufbereiten lassen. Aus Bakterien gewonnene bioaktive Stoffe sollen Chemikalien ersetzen oder verringern. Ein weiteres Ziel ist es, die Metallausbeute zu steigern sowie schwer abtrennbare Metalle herauszulösen. Insbesondere das in den Erzen enthaltene Molybdän soll gewinnbar werden.

Donnerstag, 2. März 2017

Mittwoch, 1. März 2017

2017 February Evening Public Lecture — Geology Up-Close

Wasserkreislauf reicht viel tiefer als bisher gedacht

     Nicht nur auf der Erdoberfläche, auch tief im Erdinneren existieren große Mengen Wasser. Doch woher stammt es? Ist es dort seit Entstehung der Erde oder gibt es immer noch Nachschub von der Oberfläche? Jetzt veröffentlichte ein internationales Wissenschaftsteam neue Erkenntnisse zu dieser Forschungsfrage in der Fachzeitschrift Nature Geoscience. Sie könnten auch der Diskussion über die Entstehung der Ozeane neue Impulse verleihen.

Dienstag, 28. Februar 2017

Eine Atomfalle für die Wasserdatierung

     Eine neuartige Datierungsmethode für die Erd- und Umweltwissenschaften steht im Mittelpunkt eines Projekts in der Heidelberger Physik, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird. Dabei geht es um den Einsatz eines speziellen radioaktiven Isotopes des Edelgases Argon (Ar). Dieses Isotop ist für die Altersbestimmung in der Zeitspanne von 50 bis 1.000 Jahren von Bedeutung und soll für die Wasserdatierung genutzt werden. Das dreijährige Vorhaben wird von Prof. Dr. Markus Oberthaler am Kirchhoff-Institut für Physik und Prof. Dr. Werner Aeschbach am Institut für Umweltphysik der Universität Heidelberg durchgeführt.


Donnerstag, 23. Februar 2017

NASA’s Spitzer Reveals Largest Batch of Earth-Size, Habitable-Zone Planets Around a Single Star

Simon’s Cat: A Day In The Life Of A Cat Owner

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

     Ab sofort können alle Interessierten live im Internet verfolgen, wo das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel Wave-Glider einsetzt. Dabei handelt es sich um von Wellenkraft angetriebene Messplattformen, die wochen- oder auch monatelang die Oberfläche der Meere abfahren können. Auf dem Internetportal „GEOMAR Navigator“ sind neben Kursen und Geschwindigkeiten der Geräte auch aktuelle Messdaten aus dem Ozean einsehbar. Entwickelt wurde das Portal in einer Forschungskooperation mit dem Oman, die erste Testmission findet aktuell im subtropischen Nordostatlantik statt.

Dienstag, 21. Februar 2017

Ein neuer Name für die Seekuh aus dem Mainzer Becken

     Die Wirbeltierpaläontologin Manja Voß und ihr Kollege Oliver Hampe vom Museum für Naturkunde Berlin fanden heraus, dass sich insgesamt zwei Arten von fossilen Seekühen in ca. 30 Millionen Jahre alten Sedimenten des Mainzer Beckens nachweisen lassen. Die beiden neu entdeckten Arten sind außerdem so verschieden von allen anderen bekannten Seekühen, dass sie eine eigenständige Gruppe bilden mit dem Gattungsnamen Kaupitherium.

Freitag, 17. Februar 2017

Less snow and a shorter ski season in the Alps

     After long-awaited snowfall in January, parts of the Alps are now covered with fresh powder and happy skiers. But the Swiss side of the iconic mountain range had the driest December since record-keeping began over 150 years ago, and 2016 was the third year in a row with scarce snow over the Christmas period. A study published today in The Cryosphere, a journal of the European Geosciences Union, shows bare Alpine slopes could be a much more common sight in the future.

Klimawandel gefährdet Heuschrecken

     Vermehrte Dürren dezimieren Populationen des Sumpfgrashüpfers und führen zu genetischer Verdrängung

Climate: What did We Know and When Did We Know it?

Mittwoch, 15. Februar 2017

Das fossile Zwergkrokodil aus dem Harz: Entdeckung einer neuen Gattung

Ein Forscherteam vom Museum für Naturkunde Berlin und dem Landesmuseum Hannover hat eine neue Gattung und Art eines kleinen fossilen Krokodils aus der Gruppe der Atoposauriden beschrieben, die eine Vorfahrengruppe für die modernen Krokodile darstellen. Der hier neu beschriebene Knoetschkesuchus aus dem Harz lebte zusammen mit kleinwüchsigen Dinosauriern auf einer Insel im Jurameer und war nahe verwandt mit einem Jura-Krokodil aus Portugal.

Rain rain go away … are we ready for our future flood risk?

The Coldest Decade of the Millennium? How the cold 1430s led to famine and disease

     A team of international researchers has looked into climate data and historical archives to find out more about the extraordinary climate of the 1430s and how it impacted societies in northwestern and central Europe. Their results are published in Climate of the Past, a journal of the European Geosciences Union.

Dienstag, 14. Februar 2017

Montag, 13. Februar 2017

Wenn dem Meeresboden der Atem stockt: Zeitweiliger Sauerstoffmangel hat jahrzehntelang Auswirkungen

     Periodische Schwankungen im Sauerstoffgehalt des Bodenwassers können den Kohlenstoffspeicher im Meeresboden und seine Bewohner auf Jahrzehnte verändern. Das zeigt eine neue Untersuchung im Schwarzen Meer, die nun in der Fachzeitschrift Science Advances erscheint. Die Ergebnisse sind besonders bedeutsam, da Sauerstoff in immer größeren Bereichen der Meere Mangelware ist.

How One Brilliant Woman Mapped the Secrets of the Ocean Floor | Short Film Showcase

Simon's Cat - Looking for Love (A Valentine's Collection)

Ein frischer Blick auf die Evolution des Pferdes

     Veränderungen in der Umwelt und in Ökosystemen waren in den vergangenen 20 Millionen Jahren die treibende Kraft hinter der Evolution der Pferde. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie eines Paläontologenteams aus Spanien und Argentinien, u.a. Juan L. Cantalapietra, Humboldt Fellow am Museum für Naturkunde Berlin, die jetzt in Science veröffentlicht wird. Das Forscherteam untersuchte 140 Pferdearten, die größtenteils ausgestorben sind. Es fasste Jahrzehnte der Erforschung der fossilen Entwicklung dieser populären Säugetiergruppe zusammen.

Kalte Platten und heiße Schmelzen

     Die Bewegung von Erdplatten prägt das Gesicht unserer Erde. Dort wo eine Erdplatte unter eine andere abtaucht, entstehen Vulkane und erschüttern Erdbeben den Untergrund. Beispiele für solche sogenannten Subduktionszonen liegen vor der Küste von Indonesien, Chile und Japan. Doch wie genau beginnt dieser Prozess? Im Rahmen des International Ocean Discovery Program konnte ein internationales Wissenschaftsteam 2014 erstmals den Ursprung einer Subduktionszone erbohren und untersuchen. Das Team veröffentlicht seine Daten jetzt in der internationalen Fachzeitschrift Earth and Planetary Science Letters.

Freitag, 10. Februar 2017

Donnerstag, 9. Februar 2017

Unlocking an Impact Crater's Clues

Meeresbergbau rückt näher an die Küste - Kieler Forscher richten Fokus auf Schelfgebiete

     Meeresbergbau in der Tiefsee ist technisch sehr aufwändig und ist wirtschaftlich gegenwärtig kaum rentabel. Küstennahe Lagerstätten auf dem flachen, zugänglicheren Festlandsockel könnten aber in Zukunft beitragen, die steigende Nachfrage nach mineralischen Rohstoffen zu befriedigen. Zu diesem Schluss kommt eine Gruppe von Forschenden vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel in einem Beitrag im internationalen Fachmagazin Nature Geoscience.

Überraschung am Lava-Plateau

     Was spielt sich im Erdinneren ab, wenn sich Vulkane bilden und Erdplatten bewegen? Um diese Fragen zu beantworten, ist die Forschung auf Spuren der Prozesse auf der Erdoberfläche angewiesen. Doch ihre Auswertung ist sehr kompliziert. Wissenschaftler des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel konnten jetzt nachweisen, dass die bisher gültige Zuordnung einiger Gesteinstypen zu bestimmten Formen des Vulkanismus nicht eindeutig ist. Die Studie erscheint heute in der internationalen Fachzeitschrift Nature Communications.

Nuclear explosions could tell us why the moon has no water

Mittwoch, 8. Februar 2017

2017 January Evening Public Lecture — Unusual Sources of Tsunamis From Krakatoa to Monterey Bay

Dinosaurier: Kind, Erwachsener oder Greis?

     Wie alt wurden Dinosaurier? Diese Frage ist bislang weitgehend unbeantwortet. Dabei interessiert die Wissenschaft die natürliche Lebensspanne der längst ausgestorbenen Giganten. Damit verknüpft ist zum Beispiel auch die Frage, wie schnell insbesondere die Sauropoden als größte landlebende Tiere an Gewicht zulegten und wie sehr sie dafür auf die Ressourcen ihres Lebensraumes zurückgreifen mussten. Paläontologen der Universitäten Bonn schätzen anhand der Knochenstruktur ein, ob es sich bei einem bestimmten Dinosaurier-Fossil um ein junges, ausgewachsenes oder stark gealtertes Tier handelt. Die Ergebnisse sind nun im Fachjournal „Paleobiology“ erschienen.

Freitag, 27. Januar 2017

Wasser gelangte früher auf die Erde / "Nature": Studienergebnisse widersprechen "Kometen-Hypothese"

     Gelangte das Wasser bereits früh während der Erdentwicklung auf die Erde oder erst später durch Einschläge von Kometen? Beide Hypothesen werden diskutiert. Planetologen der WWU haben nun durch Isotopenmessungen gezeigt: Das Wasser muss früh auf die Erde gekommen sein. Die Studie ist in "Nature" veröffentlicht.

Auf dem Tiefsee-Holzweg: Ein versunkener Baumstamm als vielfältiger und dynamischer Lebensraum

     Die Tiefsee ist ein gewaltiger, scheinbar lebensfeindlicher Ort, durchbrochen nur von vereinzelten Oasen des Lebens. Solche Oasen entstehen beispielsweise, wenn Holzstämme auf den Meeresboden sinken, so genannte wood falls, wo sie für begrenzte Zeit reichhaltiges Leben erlauben. Eine neue Untersuchung von Wissenschaftlern des Bremer Max-Planck-Instituts wirft einen genauen Blick auf die Bewohner solcher wood falls und wie sie ihre Umgebung beeinflussen. Die Forscher zeigen, dass die versunkenen Stämme hochdynamische Lebensräume bilden und sehr wichtig für die Vielfalt und Verbreitung von Tieren ebenso wie Bakterien sind.

Mittwoch, 25. Januar 2017

Süditalien: Aktive Plattengrenze birgt Erdbebengefahr

     Internationales Forschungsteam veröffentlicht neueste Meeresbodenkartierungen
Der Mittelmeerraum ist tektonisch äußerst aktiv und damit von Naturkatastrophen bedroht. Das zeigen die jüngsten Erdbeben in Mittelitalien auf eindringliche Weise. Ein internationales Wissenschaftsteam mit Beteiligung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel hat in den vergangenen Jahren intensiv den Meeresboden südlich von Sizilien und Kalabrien untersucht. Wie das Team jetzt in der internationalen Fachzeitschrift Earth and Planetary Science Letters veröffentlicht, haben sie dabei Spuren einer aktiven Erdplattengrenze gefunden, die ebenfalls starke Beben hervorrufen kann.

Deep geothermal energy in public dialogue

Technical innovations can only be successful if they are supported by the general public. Early, comprehensive and transparent communication with the public is also indispensable for planning, constructing and operating plants for utilising renewable energies. The new BINE Projektinfo brochure entitled "Communication concept for deep geothermal energy" (17/2016) presents successful public relations theory and practice for geothermal energy plants. It provides operators and participating companies with numerous practical ideas and suggestions.
Communication concept developed for operators and companies

Dienstag, 24. Januar 2017

Internationales Forschungsteam beschreibt Entwicklung der Ozeanströmungen

Der Golfstrom transportiert so viel Wärmeenergie über den Atlantik Richtung Nordosten, dass in Irland Palmen gedeihen und in Nordnorwegen im Winter die Häfen eisfrei bleiben. So wie er haben alle Ozeanströmungen großen Einfluss auf das globale Klima. Doch seit wann funktioniert dieses System so, wie wir es heute kennen? Und wie hat es sich dahin entwickelt? Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel veröffentlich jetzt neue Erkenntnisse dazu in der internationalen Fachzeitschrift Scientific Reports.

Donnerstag, 19. Januar 2017

Geothermie: Den Sommer im Winter ernten

     Abwärme im Boden zwischenspeichern und zu einem späteren Zeitpunkt wieder abrufen: So lautet das Ziel des Projekts GeoSpeicher.bw, das das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) koordiniert. Ganz konkrete Projekte wie die Nutzung der Abwärme eines Schwimmbads, die Kälte- und Wärmeversorgung eines Klinikums oder auch für das Elefantenhaus der Wilhelma in Stuttgart stehen auf dem Plan. Das Umweltministerium Baden-Württembergs bewilligte rund 880.000 Euro, um an acht Standorten das Potenzial der geothermischen Wärmespeicherung wissenschaftlich zu bewerten.

Wenn Stillen auf die Hörner geht - 45.000 Jahre alte Mangelerscheinung bei Bisonkuh entdeckt

Erstmalig hat Senckenberg-Wissenschaftler Prof. Dr. Ralf-Dietrich Kahlke gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern nachgewiesen, dass Trächtigkeit und Säugen bei einem wildlebenden Pflanzenfresser zu gravierenden Mangelerscheinungen führen können. Das Wissenschaftlerteam fand entsprechende Indizien an einem etwa 45.000 Jahre alten Hornzapfen einer eiszeitlichen Bisonkuh. Bisher war Knochenabbau an Hornzapfen durch Stoffwechselbelastungen nur von Nutztieren bekannt. Die Studie wurde kürzlich im Fachjournal „International Journal of Paleopathology“ veröffentlicht.

EAGE Student E-Lecture: “Chasing Channel Sands”, by Peter Lloyd

Montag, 16. Januar 2017

Wasser- der heimliche Treiber des Kohlenstoffkreislaufs?

     Aktuell nimmt die Landoberfläche etwa ein Viertel der anthropogenen Kohlendioxidemissionen aus der Atmosphäre wieder auf. Ob die Aufnahmefähigkeit dieser Kohlenstoffsenke erhalten bleibt und wie sie sich zukünftig weiterentwickeln wird, ist ungewiss. Wie sie reguliert wird, konnte nun eine Forschergruppe unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie näher beleuchten: Global gesehen werden jährliche Schwankungen der Kohlenstoffsenke vornehmlich durch die Temperatur bestimmt. Blickt man aber auf die lokale Ebene, so ist die Wasserverfügbarkeit der dominierende Faktor.

Donnerstag, 12. Januar 2017

Schadstoffe in Wasser & Boden: Uni Hohenheim beteiligt sich an neuem Sonderforschungsbereich

     Feldstudien und Computersimulationen als Schwerpunkt: DFG bewilligt SFB CAMPOS (SFB 1253) unter Federführung der Uni Tübingen / Start im Jan. 2017

Ein versteinerter Trilobit erzählt eine spannende Geschichte vom Überleben im Paläozoikum

     Der Angriff eines räuberischen Tintenfischs, schwere Verletzungen am Kopf und Auge, der verzweifelte Kampf ums Überleben – all das liest Privatdozentin Dr. Brigitte Schoenemann aus den Überresten eines Tieres. Vor 465 Millionen Jahren versteinert der Trilobit, den die Kölner Biologin vom Zoologischen Institut und Institut für Biologiedidaktik nun untersuchte.

Montag, 9. Januar 2017

Änderungen des Meeresspiegels unterschätzt

     Eine neue Studie der Universität Siegen zeigt, dass der Einfluss auf Sturmflut- und Wellenhöhen in Zukunft stärker ist als gedacht – und die Planungshöhen von Schutzbauwerken wie Deichen deshalb möglicherweise überdacht werden sollten.

Donnerstag, 5. Januar 2017

Studie belegt: Klimawandel könnte starken Meeresspiegelanstieg auslösen

     Vor rund 15.000 Jahren kam es im Ozean rund um die Antarktis zu einem abrupten Meeresspiegelanstieg von mehreren Metern. Ein Ereignis, das sich wiederholen könnte. Darüber berichtet ein internationales Wissenschaftlerteam unter Beteiligung der Universität Bonn jetzt im Wissenschaftsmagazin Nature Scientific Reports.

Mittwoch, 4. Januar 2017

Jeff’s Earth - 4K

Montag, 2. Januar 2017

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