Donnerstag, 23. November 2017

Megalodon: The Most Ferocious Giant Shark In History - Earth Unplugged

Fast Food (A Thanksgiving Special) - Simon's Cat

Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

     Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein. Voraussetzung dafür ist, dass der Mond einen porösen Kern hat, sodass Wasser des darüberliegenden globalen Ozeans in den Kern eindringen kann und dort durch die Reibungswärme erhitzt wird. Das zeigt eine Computersimulation, die im Rahmen der europäisch-amerikanischen Cassini-Huygens-Mission entstanden ist. Sie bietet auch eine Antwort auf die lange ungelöste Frage, woher die Energie stammt, die die Existenz von flüssigem Wasser auf dem kleinen, kryovulkanisch aktivem Mond fern der Sonne ermöglicht.

Klimawandel begünstigt Methanfreisetzung aus Gewässern

     Es ist ein Teufelskreis: Infolge des Klimawandels und steigender Temperaturen tritt immer mehr Methan aus Binnengewässern auf der ganzen Welt aus. Die Freisetzung des Treibhausgases Methan wiederum führt zu einem weiteren Temperaturanstieg und einer Beschleunigung des Klimawandels. WissenschaftlerInnen vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) waren an einer niederländischen Studie beteiligt, die einen deutlichen Zusammenhang zwischen Temperaturanstieg und Methanemissionen aus Gewässern zeigt. Ein Temperaturanstieg von nur einem Grad Celsius steigert die Methanfreisetzung um sechs bis 20 Prozent.

Die gefrorenen Küsten der Arktis: Ein Lebensraum schmilzt

     Das EU-Projekt „Nunataryuk“ erforscht die Permafrostgebiete der Welt. Es untersucht die Folgen für das weltweite Klima und die Bewohner der Arktis. Doch nicht nur das: Zusammen mit Bürgern der arktischen Region werden die Forscher Zukunftsstrategien entwickeln, mit denen die Bevölkerung den Veränderungen in ihrer Heimat begegnen kann.

Mittwoch, 22. November 2017

Everything you ever wanted to know about perovskite, Earth’s most abundant type of mineral—that we almost never see

Wasserkühlung für die Erdkruste - Meerwasser dringt deutlich tiefer ein

Wie tief kann Meerwasser durch Risse und Spalten in den Meeresboden eindringen? Ein internationales Forscherteam unter der Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel hat nun mit Hilfe eines neuen Analyseverfahrens herausgefunden, dass das Wasser in Tiefen von mehr als 10 Kilometer unterhalb des Meeresbodens vordringen kann. Dies hat einen stärkeren Kühlungseffekt des heißen Erdmantels zur Folge. Die Studie wurde in der internationalen Fachzeitschrift Contributions to Mineralogy and Petrology veröffentlicht.

Climate changes triggered immigration to America in the 19th century

     From Trump to Heinz, some of America’s most famous family names and brands trace their origins back to Germans who emigrated to the country in the 19th century. Researchers from the University of Freiburg have now found that climate was a major factor in driving migration from Southwest Germany to North America during the 19th century. The results are published today in Climate of the Past, a journal of the European Geosciences Union.

Klimatische Extreme lösten Migration aus

     Freiburger Forscher veröffentlichen Studie zur Auswanderung Süddeutscher im 19. Jahrhundert

Erfolgreicher Projektabschluss: DFKI-Roboter erkunden autonom Lavahöhlen auf Teneriffa

     Vom 5. bis zum 19. November 2017 führte eine zweiwöchige Feldtestkampagne Forscher vom Robotics Innovation Center des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) auf die Kanareninsel Teneriffa. Dort testeten sie die im Projekt Entern entwickelten Algorithmen zur autonomen Exploration von Lavahöhlen auf den Robotern CREX und Asguard IV. Die Kampagne bildete den Abschluss des Projektes, in welchem der DFKI-Forschungsbereich gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Robotik der Universität Bremen – beide unter Leitung von Prof. Dr. Dr. h. c. Frank Kirchner – die Einsatzmöglichkeiten von Robotersystemen zur Erkundung planetarer Krater und Höhlen erforschte.

ESO-Beobachtungen zeigen: Erster interstellarer Asteroid mit nichts vergleichbar, was wir kennen

Zum ersten Mal haben Astronomen in unserem Sonnensystem einen Asteroiden untersucht, der aus dem interstellaren Raum stammt. Beobachtungen mit dem Very Large Telescope der ESO in Chile und anderen Observatorien auf der ganzen Welt haben gezeigt, dass dieses einzigartige Objekt für Millionen von Jahren durch den Weltraum gereist ist, bevor es zufällig auf unser Sonnensystem traf. Es scheint sich um ein dunkelrotes, langgezogenes metallisches oder felsiges Objekt zu handeln. Die neuen Ergebnisse erscheinen am 20. November 2017 in der Fachzeitschrift Nature.

Dienstag, 21. November 2017

Mittelholozäner Temperatursprung begünstigte in Nordeuropa Ackerbau und Bevölkerungswachstum

     Die internationale Fachzeitschrift „Scientific Reports“ veröffentlichte kürzlich neue Erkenntnisse zum Verlauf der Temperaturen im Ostseeraum während der spannenden Übergangszeit vor 6.000 Jahren, in der der Ackerbau in Nordeuropa Einzug hielt. Das Autorenteam aus Geowissenschaftlern, Archäologen, Fischereibiologen und Ökosystem-Modellierern konnte zeigen, dass erst in dieser Zeit ein deutlicher Temperaturanstieg die neue Lebensweise begünstigte, während in den Jahrhunderten davor, als im Süden schon längst Landwirtschaft betrieben wurde, im Norden noch niedrige Temperaturen vorherrschten und die Menschen ihre Nahrung durch Jagd, Sammeln und Fischerei erwarben.

Tonmineral bewässert Erdmantel von innen

     Die Entdeckung einer neuen, wasserreichen Form des Tonminerals Kaolinit könnte das Verständnis von Prozessen verbessern, die zu Vulkanismus führen und Erdbeben beeinflussen. In Hochdruck- und Hochtemperaturuntersuchungen mit Röntgenstrahlung, die unter anderem bei DESY durchgeführt wurden, haben Wissenschaftler die Bedingungen nachgestellt, die in sogenannten Subduktionszonen herrschen. In diesen Zonen bewegt sich eine ozeanische Platte unter die kontinentale Kruste. Ein internationales Forscherteam unter Leitung von Wissenschaftlern der Yonsei-Universität in Südkorea stellt die Ergebnisse in der Fachzeitschrift „Nature Geoscience“ vor.

Montag, 20. November 2017

Mittwoch, 15. November 2017

Aktionstag »Mineralogie«, 19. November, 11.00 – 17.00 Uhr

     Das Hessische Landesmuseum Darmstadt stellt die »Mineralogie« am 19. November 2017 von 11 bis 17 Uhr in den Mittelpunkt. In Vorträgen und Führungen werden unterschiedliche Facetten dieses komplexen Themenfeldes für interessierte Besucher jeden Alters aufgezeigt. Darüber hinaus kann der Besucher seine mitgebrachten Mineralien von einem Expertenteam bestimmen lassen.

Folgen des Klimawandels: Oder warum wird das Wasser unter Borkum überwacht?

     Auf der Nordseeinsel Borkum überwachen Forscherinnen und Forscher des Leibniz-Instituts für Angewandte Geophysik, Hannover (LIAG), die Veränderungen der Salz-Süßwassergrenze im Untergrund. Seit 2009 werden hier in einem weltweit einmaligen Pilotprojekt kontinuierlich geoelektrische Messungen durchgeführt. Die Qualität und Ausdehnung der Süßwasserlinse im Untergrund Borkums wird permanent beobachtet, um Grenzverschiebungen zwischen lebenswichtigem Trinkwasser und ungenießbarem Salzwasser rechtzeitig zu erkennen und nachhaltig mit dem Grundwasser zu wirtschaften. Das Messprinzip wird nun auf weitere Standorte im Norden Deutschlands sowie langfristig auf Standorte weltweit ausgeweitet.

Kann man interstellare Raumsonden auch wieder abbremsen?

     Mit einer miniaturisierten Raumsonde, die man auf bis zu ein Viertel der Lichtgeschwindigkeit beschleunigen könnte, wäre unser nächster Stern, Alpha Centauri, in 20 bis 50 Jahren erreichbar. Ohne einen Mechanismus zum Abbremsen kann die Raumsonde allerdings nur im Vorbeiflug vom Stern und seinen Planeten Daten sammeln. Ein theoretischer Physiker der Goethe-Universität hat jetzt untersucht, ob sich interstellare Raumsonden mit Hilfe von „magnetischen Segeln“ abbremsen ließen.

Dienstag, 14. November 2017

Wenn Kontinente zerbrechen, wird es warm auf der Erde

     Der CO2-Gehalt der Atmosphäre entscheidet darüber, ob sich die Erde in einem Treibhaus- oder einem Eishaus-Zustand befindet. Bevor der Mensch begann, die CO2-Konzentration der Lufthülle zu beeinflussen, wurde diese allein durch ein Wechselspiel von geologischen und biologischen Prozessen bestimmt, dem globalen Kohlenstoffkreislauf. Eine aktuelle Studie unter Führung des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ in Potsdam zeigt, dass das Auseinanderbrechen von Kontinenten – von Fachleuten als Rifting bezeichnet – maßgeblich zu einem erhöhten Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre beitrug.

Der erste Weltkrieg unter Tage (Die Tunnel von Flandern)

Nevado Del Ruiz Remembering 1985 (mit englischen Untertiteln)

Am 13. November 1985 brach der Nevado del Ruiz in Kolumbien aus. Bei dem Ausbruch schmolz die Eiskappe des Vulkans, der dabei ausgelöste gut 5 m hohe Lahar vernichtete die 47 Kilometer vom Vulkan entfernte Stadt Armero vollständig und forderte 24 000 Tote. Besonders tragisch war ein vergeblicher Rettungsversuch eines Mädchens, dass in den Schlamm- und Geröllmassen eingeklemmt 60 Stunden vor den angereisten Medien um ihr Leben kämpfte.


Freitag, 10. November 2017

Die Herde ist nun komplett – Präparation des Urpferdchens abgeschlossen (II)

     Seit Mitte der 60er Jahre bis heute führt das Hessische Landesmuseum Darmstadt planmäßig wissenschaftliche Grabungen in der Grube Messel durch. Die Grube steht seit 1995 als „Naturerbe der Menschheit“ unter dem Schutz der UNESCO. Spektakulär sind vor allem die Wirbeltierfunde. Eines der prominentesten Beispiele sind sicherlich die Urpferdchen (Eurohippus messelensis, Propalaeotherium hassiacum). Im letzten und vorletzten Jahr wurden gleich zwei komplette „Urpferde“, nach nahezu 30 Jahren Messel-Grabungen des Hessischen Landesmuseums gefunden.

HITS "Journalist in Residence": Noch 6 Tage bis zum Bewerbungsschluss

     Bereits zum siebten Mal bietet das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) berufserfahrenen Wissenschaftsjournalist/innen aus aller Welt die Möglichkeit eines drei- bis sechsmonatigen Gastaufenthalts. Sie erhalten während dieser Zeit Gelegenheit zu einem tieferen Einblick in rechnergestützte, datengetriebene Forschung. Der Aufenthalt wird mit 5000 Euro im Monat vergütet und soll den Journalisten ermöglichen, ohne den Druck des Tagesgeschäfts zu arbeiten. Bewerbungsschluss für einen Aufenthalt im Jahr 2018 oder 2019 ist am 15. November 2017. Hinweis: Die Ausschreibung richtet sich selbstverständlich auch an Kolleg/innen aus dem deutschsprachigen Raum.

Donnerstag, 9. November 2017

Dem Ursprung des Goldes auf der Spur

     Der Europäische Forschungsrat fördert den HITS-Astrophysiker Andreas Bauswein mit einem „ERC Starting Grant“ in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro. Ziel des Projekts ist es, durch Computersimulationen die Kollisionen von Neutronensternen besser zu verstehen. Diese gelten als Kandidaten für die Entstehung schwerer Elemente wie Gold, Silber und Uran. Die in diesem Sommer gemessenen Gravitationswellen bei der Verschmelzung zweier Neutronensterne spielen dabei eine zentrale Rolle.

Abkühlung im hohen Norden führte zu Wüstenbildung in Nordafrika

     Das Ende der "Grünen Sahara": Fallende Temperaturen in hohen nördlichen Breiten führten dazu, dass vor 5500 Jahren die Niederschläge in Nordafrika deutlich zurückgingen. Das zeigen Analysen von Blattwachsen im Sediment des Golfs von Guinea.

Mittwoch, 8. November 2017

#DinoCup auf Twitter

Auf Twitter findet gerade der #DinoCup statt. In den Vorrunden treten vier verschiedene Dinosaurierarten gegeneinander an. Gewinner ist derjenige, der nach der 24 stündigen Wahlzeit die meisten Stimmen auf sich vereinigt. Am 1. Dezember findet dann das Finale statt.


Die Herde ist nun komplett – Präparation des Urpferdchens abgeschlossen!

     Während der Grabungskampagne 2016 wurde ein nahezu komplettes Exemplar von Eurohippus messelensis gefunden. Dabei handelt es sich um eine der bekannteren der beiden Messeler Urpferd-Arten.

Dienstag, 7. November 2017

GeoloSketchers - Geologie und Zeichnen

Wer sich für Zeichnen und Geologie interessiert, ist bei den GeoloSketchers gut aufgehoben. Dabei ist es immer gut, wenn Geologen gut zeichnen können. Eine Fähigkeit, die mir etwas abgeht (darum bin ich ja auch Mineraloge...)
http://www.geolosketchers.org/

Sonntag, 5. November 2017

Kristalle im rosaroten Röntgenlicht

     Ein neu entwickelter Versuchsaufbau ermöglicht die Röntgenstrukturanalyse von Biomolekülen wie beispielsweise Proteinen mit viel weniger Probenmaterial und kürzeren Belichtungszeiten als zuvor. Mit breitbandiger Röntgenstrahlung lassen sich Proteinkristalle an sogenannten Synchrotron-Strahlungsquellen erheblich effizienter und schneller untersuchen. Allerdings war dies bisher aufgrund der hohen Streustrahlung nur mit sehr großen Kristallen möglich. Der neue Versuchsaufbau reduziert die unerwünschte Streustrahlung erheblich und ermöglicht die serielle Kristallographie mit breitbandiger Synchrotronstrahlung, dem sogenannten Pink Beam.

Mittwoch, 1. November 2017

Museum für Naturkunde Berlin an der Entdeckung eines neuen Minerals beteiligt


  Im Nördlinger Ries, vor etwa 15 Millionen Jahren durch den Einschlag eines Asteroiden entstanden und einer der am besten erhaltenen Einschlagskrater auf der Erde, wurde ein bisher unbekanntes Mineral entdeckt, das den Namen „Riesit“ tragen wird. Die Geschichte seiner Entdeckung ist das Ergebnis einer internationalen Kooperation von Wissenschaftlern aus den USA und Deutschland, die in Las Vegas, in Heidelberg und am Museum für Naturkunde Berlin arbeiten.
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