Donnerstag, 19. April 2018

Das seltsame Verhalten von Tieren vor Erdbeben

     Können Tiere vor Erdbeben warnen? Über diese Frage wird seit Jahrzehnten gestritten. Ein Team um den GFZ-Seismologen Heiko Woith legt nun die erste umfassende statistische Analyse vor. Darin gingen mehr als 700 Beobachtungen auffälligen Verhaltens ein, die bei 160 Erdbeben gemacht wurden und mehr als 130 Arten betreffen.

Relics from earthquakes 70 kilometres deep

     Information about current earthquakes is usually obtained using seismographic data. Scientists use this data to draw conclusions about the precise location of such natural events and the depth at which they occur. However, it is not possible to investigate which processes occur at the depth involved as earthquakes are inaccessible, especially if they occur along subduction zones at a depth of 50 to 300 kilometres. The risk of earthquakes is particularly high where the oceanic crust submerges underneath the continental plate.

Freitag, 13. April 2018

Alfred-Wegener-Medaille für Klima- und Erdsystemforscher Meinrat O. Andreae

     Ehemaliger Direktor des MPI für Chemie erhält die höchste Auszeichnung der European Geosciences Union (EGU) für herausragende Forschungsleistungen

Stärkere Belege für Abschwächung des Golfstromsystems

     Die als Golfstromsystem bekannte Umwälzströmung im Atlantik – eines der wichtigsten Wärmetransportsysteme der Erde, das warmes Wasser nach Norden und kaltes Wasser nach Süden pumpt – ist heute schwächer als je zuvor in den vergangenen 1000 Jahren. Temperaturdaten von der Meeresoberfläche liefern neue Belege dafür, dass sich diese große Ozeanzirkulation seit Mitte des 20. Jahrhunderts um etwa 15 Prozent verlangsamt hat. Das zeigt eine Studie, die jetzt von einem internationalen Wissenschaftlerteam in der renommierten Fachzeitschrift Nature veröffentlicht wurde. Der vom Menschen verursachte Klimawandel ist der Hauptverdächtige für diese beunruhigenden Beobachtungen.

Donnerstag, 12. April 2018

Altlastensanierung in Berlin: BAM sichert seit 20 Jahren die Qualität der Grundwasserüberwachung

     Im früheren Industriegebiet Spree werden Boden- und Grundwasserqualität seit Ende der 1990er Jahre stetig verbessert. Ziel der Sanierungsmaßnahmen ist es, die Ausbreitung von Schadstoffen zu vermeiden und das Trinkwasser zu schützen. „Bei der Kontrolle des Sanierungserfolgs ist die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung mit ihrer Expertise in der Umweltanalytik seit 20 Jahren eine verlässliche Partnerin“, so Prof. Dr. Ulrich Panne, Präsident der BAM.

Waldbrände in Kanada sorgen für stärkste jemals gemessene Trübung der Stratosphäre über Europa

     Wien/Leipzig. Waldbrände können die Sonneneinstrahlung in der oberen Atmosphäre noch stärker trüben als Vulkanausbrüche. So haben die Waldbrände in Kanada im September 2017 das Sonnenlicht viel stärker als beim Ausbruch des Vulkanes Pinatubo 1991 über Europa abgeschwächt. Das geht aus Messungen hervor, die ein Team vom Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) am Mittwoch auf der Jahrestagung der European Geosciences Union (EGU-2018) vorgestellt hat. Der neue Rekordwert zeigt, dass auch große Waldbrände die Sonneneinstrahlung auf anderen Kontinenten stark reduzieren können und mit der Klimaerwärmung wahrscheinlich an Bedeutung gewinnen werden.

Sind Gehirne fossiler Gliederfüßer doch ein Irrtum?

     Kürzlich beschrieben Forscher Gehirne, Teile des Nerven- und Gefäßsystems sowie des Herzens in uralten fossilen Gliederfüßern aus China namens Fuxianhuia, verglichen diese mit Nerven- und Gefäßsystemen lebender Arthropoden und zogen Rückschlüsse zur Evolution der Gliederfüßergehirne. Eine Chinesisch–Deutsche Arbeitsgruppe unter Leitung von Jianni Liu vom Early Life Institute der Northwest University Xi’an /China sowie der FU Berlin und dem Museum für Naturkunde Berlin stellt diese Ergebnisse nun in Frage und erklärt die gehirn-und gefäßähnlichen Strukturen in Fuxianhuia als Reste von Biofilmen aus Mikroben, die sich infolge der Zersetzung der Organismen im Fossilisationsprozess bildeten.

Donnerstag, 5. April 2018

Genetisch arm, aber gesund – Biologen untersuchen Genome von Schabrackenhyänen

     Schabrackenhyänen weisen trotz ihres großen Verbreitungsgebietes überraschenderweise die geringste bei Säugetieren bisher gefundene genetische Variabilität auf. Auf ihre Gesundheit scheint das aber keinen negativen Einfluss zu haben. Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung der Universität Potsdam, des Tierparks Berlin und des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung hat erstmals die Genetik der Schabrackenhyäne untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass der Bestand seit einer Million Jahren kontinuierlich abnimmt. Die Studie wurde jetzt in der Fachzeitschrift Molecular Biology and Evolution veröffentlicht.

Mykenische Paläste: Kein Untergang durch Erdbeben

     Die bronzezeitlichen mykenischen Paläste in Griechenland wurden nicht durch eine Erdbebenkatastrophe zerstört, wie bisher vielfach angenommen / Archäoseismologe Klaus-Günter Hinzen von der Universität zu Köln und der Archäologe Joseph Maran von der Universität Heidelberg untersuchen die antiken Städte Tiryns und Midea Niemand weiß genau, warum die mykenischen Paläste um 1200 vor Christus ihr Ende fanden; auch ein Mega-Erdbeben oder ein „Erdbebensturm“ am Ende der Bronzezeit wurden angenommen.

Mittwoch, 4. April 2018

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